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        <title>Pressemitteilungen - Bund der Freien Waldorfschulen</title>
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        <description>Alle Pressemitteilungen vom Bund der freien Waldorfschulen</description>
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                <title>Pressemitteilungen - Bund der Freien Waldorfschulen</title>
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                <description>Alle Pressemitteilungen vom Bund der freien Waldorfschulen</description>
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        <pubDate>Tue, 08 Sep 2026 02:52:30 +0200</pubDate>
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            <category>Pressemitteilungen</category>
        
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                    <pubDate>Thu, 16 May 2024 07:59:56 +0200</pubDate>
                    <title>Neustart für Deutschlands Bildung – Waldorfschulen engagieren sich im „Bildungsdialog für Deutschland“ </title>
                    <link>https://waldorf.lichtflut.eu/artikel/neustart-fuer-deutschlands-bildung-waldorfschulen-engagieren-sich-im-bildungsdialog-fuer-deutschland</link>
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                        <![CDATA[<p><em>Berlin, 16. Mai 2024 (NA): <strong>Junge Menschen wachsen heute in eine Gesellschaft hinein, die sich in einem tiefgreifenden Transformationsprozess befindet. Für den Bund der Freien Waldorfschulen (BdFWS) liegt es auf der Hand, dass sie nur dann in ihrer Schulzeit das dafür benötigte Handwerkszeug erwerben, wenn alle Player im deutschen Bildungssystem die notwendigen Veränderungsprozesse gemeinsam angehen. Deshalb hat der BdFWS an dem heute vorgelegten Konzept für einen kontinuierlichen und integrativen Dialogprozess mitgewirkt. </strong></em></p><p>Vorangegangen war der gemeinsamen Arbeit die Gründung des breiten Bündnisses #NeustartBildungjetzt anlässlich des Bildungsgipfels im März 2023. Aus dem damaligen Appell für einen Nationalen Bildungsgipfel sind nun konkrete Vorschläge zu einer breiten Beteiligung aller Akteure im Bildungswesen erwachsen.  </p><p>„Dringend nötige echte Reformen in der Bildungslandschaft in Deutschland brauchen mehr als Ankündigungen und kurzfristige Strohfeuer oder Symbolpolitik“, ist sich Hans Hutzel, Vorstandsmitglied im BdFWS, sicher: „Es braucht einen langen Atem und einen fachlichen Dialogprozess. Wir sind froh, hier eine Plattform gefunden zu haben, die das leisten kann, und in der Bildungspraktiker:innen und Forschende, verschiedene Träger und politische Ebenen sich beteiligen. Wir erhoffen uns viel und werden unsere Perspektiven in den Dialog weiterhin aktiv einbringen.“ </p><p><strong>Grundgedanken des Konzepts: Kooperation und Stärkung der Demokratie </strong><br> Ziel des heute vorgelegten und von 94 Organisationen mitgezeichneten Konzeptes ist es, neue Wege aufzuzeigen, um im Schulterschluss zwischen Politik und Zivilgesellschaft an einer Lösung der massiven Herausforderungen im deutschen Bildungssystem zu arbeiten. Mit dem Bildungsdialog für Deutschland liegt eine konkrete und innovative Idee vor, wie sich die verschiedenen Akteure in unserem Bildungswesen an einen Tisch bringen lassen: Der Grundgedanke des Konzepts ist Kooperation – sowohl zwischen den unterschiedlichen politischen Ebenen und Ressorts als auch zwischen Politik und Zivilgesellschaft.  </p><p>Im Sinne des offenen Charakters verzichtet das Konzept bewusst auf inhaltliche Reformvorschläge, sondern stellt die Gestaltung des Dialogprozesses in den Mittelpunkt. Im ersten Schritt des Dialogs müssten sich die Beteiligten, die Akteur:innen aus Politik, Kommunen, Verwaltung, Bildungseinrichtungen, Verbänden, Wissenschaft und Gewerkschaften, auf gemeinsame Handlungsfelder verständigen. Ein Großteil der inhaltlichen Arbeit würde dann in Fachforen erfolgen.  </p><p>Der Bildungsdialog für Deutschland löst eine zentrale Herausforderung unseres Bildungssystems: Die Kommunikation zwischen Ebenen und Ressorts wird ausgebaut und die Beteiligung der Menschen an der Basis, allen voran die Lehr- und Fachkräfte, Eltern und jungen Menschen, gestärkt. „In Zeiten der Polarisierung setzen wir damit ein Zeichen für ein Miteinander, schaffen einen Ort der Konsensfindung und fördern Teilhabe und Gemeinsinn. Der Bildungsdialog eröffnet dadurch nicht nur die große Chance auf einen echten Neustart in der Bildung, sondern stärkt zugleich unsere Demokratie“, betonen die Initiator:innen. </p><p>Zum Konzept für den Bildungsdialog für Deutschland: <a href="https://neustart-bildung-jetzt.de/" target="_blank" rel="noreferrer noopener">neustart-bildung-jetzt.de/</a>  </p><hr><p><strong>Aktuelle Ergänzung: </strong>Die KMK stellt sich dem Bildungsdialog und hat ihre grundsätzliche Bereitschaft zur Teilnahme an den Dialogformaten erklärt: <a href="https://www.kmk.org/aktuelles/artikelansicht/kultusministerkonferenz-stellt-sich-dem-bildungsdialog.html" target="_blank" rel="noreferrer">kmk.org/aktuelles/artikelansicht/kultusministerkonferenz-stellt-sich-dem-bildungsdialog.html</a> <em>(Stand: 16.05.2024) </em></p><hr><p><strong>Bund der Freien Waldorfschulen e.V.</strong>  <br> Die derzeit 255 deutschen Waldorfschulen haben sich zum Bund der Freien Waldorfschulen e.V. (BdFWS) mit Sitz in Stuttgart zusammengeschlossen, wo 1919 die erste Waldorfschule eröffnet wurde. In Deutschland besuchen mehr als 90.500 Schüler:innen eine Waldorfschule. Siehe auch <a href="https://www.waldorfschule.de/" target="_blank" rel="noreferrer noopener">waldorfschule.de</a>.  </p><p><strong>Kontakt</strong>: Presse- und Öffentlichkeitsarbeit im Bund der Freien Waldorfschulen e.V., pr[at]waldorfschule.de.  </p><p> </p>]]>
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                    <pubDate>Tue, 30 Apr 2024 11:48:04 +0200</pubDate>
                    <title>Waldorf diskutiert ... mit Christian Pfeiffer: Starke Kinder im digitalen Zeitalter. Welche Erziehung brauchen junge Menschen, bis sie „medienmündig“ sind?</title>
                    <link>https://waldorf.lichtflut.eu/artikel/waldorf-diskutiert-mit-christian-pfeiffer-starke-kinder-im-digitalen-zeitalter-welche-erziehung-brauchen-junge-menschen-bis-sie-medienmuendig-sind</link>
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                        <![CDATA[<p><em>Berlin, 30. April 2024 (EM/NA): </em><strong><em>Schüler:innen der heutigen Zeit wachsen mit digitalen Medien auf. Doch das macht sie nicht automatisch fit für den Umgang mit ihnen. Welche Gefahren birgt die Medienwelt und welche Ausbildung brauchen junge Menschen, um „medienmündig“ zu werden? Darüber diskutierten Jannes Llull, Schüler und Vorstand der bundesweiten Schüler:innenvertretung der Waldorfschulen, und Prof. Dr. Paula Bleckmann, Professorin für Medienpädagogik an der Alanus-Hochschule, mit dem Forscher und Kriminologen Prof. Dr. Christian Pfeiffer.</em></strong></p><p><strong>Lust auf echtes Leben wecken: Waldorf hat die Nase vorn</strong><br> Digitale Medien können ein Segen sein: Sie sorgen für weltweiten Wissenstransfer, erleichtern Einkäufe oder Behördengänge und bieten vielfältige Unterhaltung. Sie können aber auch zum Fluch werden – etwa im Hinblick auf Süchte, Cybermobbing und Datenlecks. Wie kann Schule diesem Thema begegnen? Welche Ausbildung brauchen junge Menschen, bis sie „medienmündig" sind – also souverän und selbstbestimmt im Umgang mit digitalen Inhalten? Für den Forscher und Kriminologen Prof. Dr. Christian Pfeiffer gibt es ein funktionierendes Rezept: „Lust auf das echte Leben wecken.“ Seine Forschungen zeigen, dass Waldorfschulen diesbezüglich die Nase vorn haben: „Junge Menschen können sich an Waldorfschulen auch als Musiker:in, Theaterschauspieler:in oder Sportler:in hervortun. Das schafft Erfolgserlebnisse und fördert echte Leidenschaften für reale Lebensinhalte.“ Als Folge seien sie sowohl vor den Ablenkungen durch digitale Medien geschützter als auch weniger gewaltbereit.<br> <br> <strong>Wie Schüler:innen den Umgang mit digitalen Medien lernen</strong><br> Warum das so ist, erläutert Prof. Dr. Paula Bleckmann, die an der Alanus-Hochschule unter anderem Medienpädagogik lehrt. Waldorfschulen wendeten drei Grundsätze an:<br> <br> <em>1. Analog vor digital: </em>Schüler:innen lernten zunächst, wie man mit dem Internet umgehe und wie man recherchiere. „In diesem Zusammenhang kann die Waldorfbewegung einen Pionierstatus für sich beanspruchen“, ist sich Paula Bleckmann sicher.<br> <em>2. Produzieren vor Konsumieren:</em> „Erst mal ein Daumenkino basteln, dann ein eigenes Video drehen und erst danach einen Film schauen“, erklärt die Professorin. Dieses schrittweise Vorgehen sei wichtig und wünschenswert – auch wenn es sich vielleicht nicht immer und nicht bei allen Themen umsetzen ließe.<br> <em>3. Durchschaubarkeit vor Blackbox:</em> Das Fach Informatik ermögliche Schüler:innen, wirklich zu verstehen, wie digitale Medien funktionierten. Paula Bleckmann erinnert sich an die Aussage einer Schülerin, die sich auch noch in zehn Jahren an den Unterrichtsmoment erinnern wollte, in dem sie begriffen habe, dass Computer nicht denken könnten, sondern nur rechnen.<br> <br> <strong>Sehnsüchten junger Menschen begegnen</strong><br> Paula Bleckman weiß auf Basis ihrer Forschungen, was sich junge Menschen wünschen: „Sie sehnen sich nach Anerkennung, nach Zugehörigkeit und nach Autonomie.“ Der Sehnsucht nach Anerkennung begegneten Waldorfschulen, indem sie in den ersten Jahren keine Noten vergäben. Die Professorin unterstreicht: „Stattdessen verleihen sie Zeugnisse, in denen Lehrer:innen beschreiben, was sie in ihren Schüler:innen sehen. Dieser Umstand verhindert, dass Kinder in virtuellen Welten suchen müssen, was sie im Leben nicht kriegen, nämlich Anerkennung für Leistung.“<br> Jannes Llull, Schüler und Vorstand der bundesweiten Schüler:innenvertretung der Waldorfschulen, berichtet aus eigener Erfahrung: „Im Hinblick auf die Sehnsucht nach Zugehörigkeit punkten Waldorfschulen mit 13 Jahren Klassengemeinschaft und einer festen Lehrkraft von der ersten bis zur achten Klasse. Unsere Klassenlehrerin war und ist eine wichtige Ansprechperson.“ Die Sehnsucht nach Autonomie sieht Jannes Llull vor allem im freien Lernen adressiert und im Waldorflehrplan, der von der Schule ausgelegt werden könne. „Definierte Inhalte müssen natürlich erlernt werden. Doch wie genau wir diese Ziele erreichen, das erarbeitet die Klassenlehrkraft mit uns Schüler:innen zusammen.“<br> Ob es eine rundum perfekte Schulform gibt, weiß Jannes Llull nicht. „Aber ich glaube, dass Waldorf auf einem guten Weg ist“, resümiert der Zwölftklässler.</p><p><a href="https://youtu.be/Oq0a--2t_QU?feature=shared" target="_blank" rel="noreferrer">Jetzt das Gespräch auf YouTube ansehen</a></p><p><strong>Bund der Freien Waldorfschulen e.V. </strong><br> Die derzeit 255 deutschen Waldorfschulen haben sich zum Bund der Freien Waldorfschulen e.V. (BdFWS) mit Sitz in Stuttgart zusammengeschlossen, wo 1919 die erste Waldorfschule eröffnet wurde. In Deutschland besuchen mehr als 90.500 Schüler:innen eine Waldorfschule. Siehe auch <a href="https://www.waldorfschule.de/" target="_blank" rel="noreferrer">waldorfschule.de</a>.</p><p><strong>Kontakt:</strong> Presse- und Öffentlichkeitsarbeit im Bund der Freien Waldorfschulen e.V., pr[at]waldorfschule.de.</p>]]>
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                    <pubDate>Tue, 19 Mar 2024 09:20:58 +0100</pubDate>
                    <title>Parzival als aktuelle Lektüre und Förderung von Lesen und Schreiben: Waldorfpädagogik wieder auf der Leipziger Buchmesse präsent</title>
                    <link>https://waldorf.lichtflut.eu/artikel/parzival-als-aktuelle-lektuere-und-foerderung-von-lesen-und-schreiben-waldorfpaedagogik-wieder-auf-der-leipziger-buchmesse-praesent</link>
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                        <![CDATA[<p><em>Stuttgart/Berlin/Leipzig, 19. März 2024 (CU/NA): </em><strong><em>Mit einer Palette von Themen und Veranstaltungen ist der Bund der Freien Waldorfschulen (BdFWS) mit der Pädagogischen Forschungsstelle wieder auf der Buchmesse in Leipzig präsent. Die Inhalte reichen von den Voraussetzungen für Lesen und Schreiben über Selbstfindung in der Oberstufe bis hin zur Berufsperspektive der Waldorflehrkraft.</em></strong></p><p>Veranstaltungen der anthroposophischen Verlage und der Vereinigung der Waldorfkindergärten bieten darüber hinaus Lesungen und Diskussionen zu verschiedenen Themen. Beispielsweise wird der Frage nach nachhaltiger Bildung im Kindergartenalter nachgegangen, dem Wunder der Selbstheilungskräfte oder der Bedeutung des Singens. Auch werden zeitgenössische Fragen rund um das Werk von Rudolf Steiner und die Anthroposophie aufgeworfen.</p><p>„Wir freuen uns auf Begegnungen mit diesem besonderen Publikum der Buchmesse am Stand der Pädagogischen Forschungsstelle und von Waldorfbuch“, betont dazu Nele Auschra, Vorstand und Sprecherin des BdFWS. Die Waldorfdachorganisation will die Messe auch nutzen, um über den Beruf des Waldorflehrers zu informieren, täglich gibt es dazu eine Info-Veranstaltung.</p><p>Mit einem Vortrag von Sibylle Raupach und einem Workshop „Augenblicke – Fingerfood fürs Gehirn“ mit motorischen Übungen bietet die Pädagogische Forschungsstelle die Möglichkeit, sich über die neuromotorischen Voraussetzungen von Lesen und Schreiben zu informieren. Raupach ist Autorin des Buches „Lesen und Schreiben unter erschwerten Bedingungen“. „Wird im Unterricht immer wieder ein Schwerpunkt auf die Erarbeitung einer geschickten Motorik gesetzt, so wird jedes Kind umfassend gefördert“, betont die Pädagogische Forschungsstelle dazu. Dies gelte auch für Kinder mit Entwicklungsverzögerungen oder Behinderungen.</p><p>Wolframs Versepos Parzival zählt zu den bedeutendsten Werken mittelhochdeutscher Literatur. Die Pädagogische Forschungsstelle hat dazu jetzt eine leicht gekürzte Neuübertragung in moderne Prosa herausgebracht, die auf der Buchmesse vorgestellt wird. Sie ist besonders für Schülerinnen und Schüler in der Oberstufe der Waldorfschule gedacht. Individuation und Initiation, religiöse und ethnische Toleranz, Spiritualität und Moral können am Beispiel des Parzival thematisiert werden, „zeitlose Themen, die aber angesichts der globalen Entwicklung aktueller denn je sind“, betont die Forschungsstelle dazu. Eine Veranstaltung mit Autor Ben Büttner zum neu übersetzten Parzival findet u. a. im Mendelssohn-Haus in Leipzig statt. Wolfram von Eschenbachs Parzival hat im Curriculum der Oberstufe an den Waldorfschulen seinen festen Platz.</p><p>Wenn Menschen durch Bildung zu zukunftsfähigem Denken und Handeln befähigt werden sollen, müsse sich dies bereits im Kindergartenalltag widerspiegeln – so das Thema einer Veranstaltung der Vereinigung der Waldorfkindergärten mit Sabine Cebulla-Holzki und Birgit Krohmer. </p><p>Die Leipziger Buchmesse hatte 2023 ein erfolgreiches Comeback gefeiert – nach drei Jahren Pause aufgrund der Corona-Pandemie. Die Pädagogische Forschungsstelle beim Bund der Freien Waldorfschulen findet man in Halle 5, Stand F 401, weitere Infos erhält man unter <a href="https://anthroposophie-auf-der-buchmesse.org/" target="_blank" rel="noreferrer">anthroposophie-auf-der-buchmesse.org/</a></p><p><strong>Bund der Freien Waldorfschulen e.V. </strong><br> Die derzeit 255 deutschen Waldorfschulen haben sich zum Bund der Freien Waldorfschulen e.V. (BdFWS) mit Sitz in Stuttgart zusammengeschlossen, wo 1919 die erste Waldorfschule eröffnet wurde. In Deutschland besuchen mehr als 90.500 Schüler:innen eine Waldorfschule. Siehe auch <a href="https://www.waldorfschule.de/" target="_blank" rel="noreferrer">waldorfschule.de</a>.</p><p><strong>Kontakt:</strong> Presse- und Öffentlichkeitsarbeit im Bund der Freien Waldorfschulen e.V., pr[at]waldorfschule.de.</p>]]>
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                    <pubDate>Fri, 01 Mar 2024 11:13:55 +0100</pubDate>
                    <title>Waldorf diskutiert ... mit Edwin Hübner: Schule in Zeiten von KI und ChatGPT. Wie verändern das Internet und künstliche Intelligenz den Schulalltag?</title>
                    <link>https://waldorf.lichtflut.eu/artikel/waldorf-diskutiert-mit-edwin-huebner-schule-in-zeiten-von-ki-und-chatgpt-wie-veraendern-das-internet-und-kuenstliche-intelligenz-den-schulalltag</link>
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                        <![CDATA[<p>Berlin, 01.03.2024 (EM/NA): <em>Wissen gibt's heute doch auf Knopfdruck. Und Texte schreibt ChatGPT. Wer braucht da noch Schule? Über diese Frage diskutierten Jannes Llull, Schüler und Vorstand der bundesweiten Schüler:innenvertretung der Waldorfschulen, Nele Auschra, Vorstand und Sprecherin des Bundes der Freien Waldorfschulen mit Medienpädagoge Prof. Dr. Edwin Hübner.</em></p><p>Edwin Hübner ist kein Technikgegner. Ganz im Gegenteil. Noch heute erinnert er sich gerne an den ersten schuleigenen Rechner, einen Commodore 64 aus den 1980ern. Der Medienpädagoge findet sogar: „Technik kann uns befreien!“ Es sei doch großartig, dass uns Menschen dank Computertechnik und künstlicher Intelligenz (KI) bestimmte stupide Arbeiten erspart blieben. Doch gleichzeitig stellt er auch die Frage: „Können wir mit dieser Freiheit umgehen?“ Dafür brauche es, glaubt der Experte, neben Disziplin und Durchhaltekraft vor allem gute Allgemeinbildung. „Wir müssen unterscheiden können zwischen der Qualität von Quellen, zwischen richtig und falsch.“ Auch müsse man begreifen, dass KI keine echte Intelligenz darstelle – sondern nur „geronnene Vergangenheit“, die auf Wahrscheinlichkeiten basiere.<br> <br> <strong>Stärken der Waldorfpädagogik: Orientierung an menschlicher Entwicklung</strong><br> Um junge Menschen fit zu machen für eine digitale Zukunft, müssten sie in den ersten Lebensjahren zunächst den eigenen Körper und ihre Sensomotorik ausbilden dürfen. „Erst wenn Kinder mit Werkzeug, etwa einem Schnitzmesser, umgehen können, sind sie wirklich in der realen Welt angekommen.“ Deshalb orientiere sich die Waldorfpädagogik stets an der menschlichen Entwicklung. „Eine große Stärke“, findet der Pädagoge.<br> <br> <strong>Appell an Lehrer:innen: Denkt euch neue Aufgaben aus!</strong><br> Jannes Llull, Schüler und Vorstand der bundesweiten Schüler:innenvertretung der Waldorfschulen, befragte den Experten zur Auswirkung von KI auf den Unterricht: „Wie sollen Schulen im Hinblick auf KI mit Hausarbeiten umgehen?“ Edwin Hübner sieht die Verantwortung hierfür bei den Lehrer:innen: „ Streicht alle Hausaufgaben, für die man einen Aufsatz schreiben muss. Denkt euch neue Herausforderungen aus, die keine Maschine erledigen kann. Lasst die Schüler:innen mündlich vortragen, lasst sie Erklärfilme drehen – Hauptsache, sie müssen sich wirklich mit der Thematik beschäftigen!“</p><p>Das neue Buch von Edwin Hübner heißt: „ChatGPT – Symptom einer technischen Zukunft“, erschienen im Verlag der Pädagogischen Forschungsstelle Stuttgart, ISBN: 9783989570092</p><p><a href="https://www.youtube.com/watch?v=4BiIuUp1oucampt=101s" target="_blank" rel="noreferrer">Jetzt das Gespräch auf YouTube ansehen</a></p><p><a href="https://www.podcast.de/episode/623806153/chatgpt-und-die-schule-im-gespraech-mit-edwin-huebner" target="_blank" rel="noreferrer">Zum Podcast "Menschen und Medien: ChatGPT und die Schule</a></p><p>*********************************************</p><p>Bund der Freien Waldorfschulen e.V.<br> Die derzeit 255 deutschen Waldorfschulen haben sich zum Bund der Freien Waldorfschulen e.V. (BdFWS) mit Sitz in Stuttgart zusammengeschlossen, wo 1919 die erste Waldorfschule eröffnet wurde. In Deutschland besuchen mehr als 90.500 Schüler:innen eine Waldorfschule. Siehe auch <a href="https://www.waldorfschule.de/" target="_blank" rel="noreferrer">waldorfschule.de</a></p><p>Kontakt: Presse- und Öffentlichkeitsarbeit im Bund der Freien Waldorfschulen e.V., pr[at]waldorfschule.de</p>]]>
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                    <pubDate>Thu, 15 Feb 2024 13:18:34 +0100</pubDate>
                    <title>„Jede Stunde zählt”. Weil du sie gestaltest. didacta 2024/Waldorfschulen: Qualität und Vielfalt der Lehrer:innenbildung im Mittelpunkt</title>
                    <link>https://waldorf.lichtflut.eu/artikel/jede-stunde-zaehlt-weil-du-sie-gestaltestdidacta-2024-waldorfschulen-qualitaet-und-vielfalt-der-lehrerinnenbildung-im-mittelpunkt</link>
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                        <![CDATA[<p><em>Berlin, 15. Februar 2024 (MR/NA)</em><br> <strong><em>Schule heute ist Lern- und Lebensraum. Sie leistet mehr als die Vermittlung von Wissen und Fertigkeiten. Schule heute soll sich durch Mitgestaltungsmöglichkeiten für Lehrende und Lernende, durch kreative Kompetenzförderung und durch die Ermöglichung individueller Entfaltung in der Gemeinschaft auszeichnen.</em></strong></p><p>Lehrkräften kommt bei der Gestaltung dieses Lern- und Lebensorts eine wichtige Rolle zu. Deshalb stellen die Waldorfschulen auf der diesjährigen Bildungsmesse <em>didacta</em> vom 20. bis 24. Februar das Thema Lehrerbildung in den Mittelpunkt ihres Messeauftritts.</p><p>Mit der Kampagne <a href="https://www.jedestundezaehlt.de/" target="_blank" rel="noreferrer"><em>Jede Stunde zählt.</em></a> zur Lehrer:innengewinnung betonen die Freien Waldorfschulen den Wert jeder Unterrichtsstunde für die Lehrer:innen, die Schüler:innen, die Zukunft. Sie verdeutlichen damit, wie wichtig jede einzelne Unterrichtsstunde an Freien Waldorfschulen ist, um ganzheitliches Wissen zu vermitteln, die Welt zu erforschen und individuelle Stärken zu entdecken. Wie dies von Lehrer:innen erfolgreich umgesetzt werden kann, wird auf der didacta in einem bunten und vielfältigen Programm in Vorträgen, Workshops und Präsentationen vorgestellt.</p><p>Pädagogik mit Medien und Pädagogik für einen kompetenten Umgang mit Medien und Chat-GPT, Gewaltprävention und Beziehungskunst, verantwortungsvoller Umgang mit der Natur (BNE) und eine auf Vereinbarungen basierende, verantwortungsvolle Eltern-Lehrende-Trägerschaft auf Augenhöhe, Schüler:innen-Beteiligung für die Schulentwicklung – das alles sind die Entwicklungsfelder und Schwerpunkte der Waldorfpädagogik der Gegenwart.</p><p>Neben Hochschulen, Schulen, der Landesarbeitsgemeinschaft NRW, der Vereinigung der Waldorfkindergärten und der Pädagogischen Forschungsstelle des Bundes der Freien Waldorfschulen wird sich auch das <em>Bildungs-Festival 2024</em> am Stand der Waldorfschulen präsentieren. Das Festival ist ein Kooperationsprojekt anthroposophischer Verbände, Organisationen und Ausbildungsstätten in Deutschland und der Anthroposophischen Gesellschaft in Deutschland und bietet neben einer Bildungsmesse zur Berufsfindung ein umfassendes Angebot für Jugendliche, Kinder und Familien.</p><p>Darüber hinaus berichten Lehrer:innen vor Ort in einem QampA über ihren Schulalltag. Über den Instagram-Kanal <a href="https://www.instagram.com/waldorfschule/" target="_blank" rel="noreferrer">@waldorfschule</a> wird die Session am Samstag, dem 24. Februar, von 12 bis 13 Uhr live gestreamt. Im Anschluss an das Gespräch können die Besucher:innen an der Aufzeichnung des Waldorflehrer:innen-Podcasts <em>Kaffee, Kreide, Morgenspruch </em>teilnehmen.</p><p>Die Waldorfschulen präsentieren sich auf der diesjährigen didacta in Köln vom 20. bis 24. Februar in Halle 8, Stand C060. Weitere Infos und Programm: <a href="https://www.waldorfschule.de/fileadmin/downloads/termine/BdFWS_Didacta_Flyer_2024.pdf" target="_blank" rel="noreferrer">waldorfschule.de</a>, <a href="https://www.bildungs-festival.de/" target="_blank" rel="noreferrer">Infos zum Bildungs-Festival</a>, <a href="https://youtube.com/shorts/gTM0kOKn7Kk?feature=share" target="_blank" rel="noreferrer">Film didacta 2024</a></p><p><strong>Bund der Freien Waldorfschulen e.V. </strong><br> Die derzeit 255 deutschen Waldorfschulen haben sich zum Bund der Freien Waldorfschulen e.V. (BdFWS) mit Sitz in Stuttgart zusammengeschlossen, wo 1919 die erste Waldorfschule eröffnet wurde. In Deutschland besuchen mehr als 90.500 Schüler:innen eine Waldorfschule. Siehe auch <a href="https://www.waldorfschule.de/" target="_blank" rel="noreferrer">waldorfschule.de</a>.</p><p><strong>Kontakt:</strong> Presse- und Öffentlichkeitsarbeit im Bund der Freien Waldorfschulen e.V., pr[at]waldorfschule.de.</p>]]>
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                    <pubDate>Wed, 07 Feb 2024 21:36:12 +0100</pubDate>
                    <title>Erfolgreich gegen Falschaussagen: Bund der Freien Waldorfschulen setzt sich gegen ZEIT online durch</title>
                    <link>https://waldorf.lichtflut.eu/artikel/erfolgreich-gegen-falschaussagen-bund-der-freien-waldorfschulen-setzt-sich-gegen-zeit-online-durch</link>
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                        <![CDATA[<p><em>Berlin/Stuttgart, 7. Februar 2024 (NA): <strong>Das Oberlandesgericht Stuttgart hat mit Urteil vom 7. Februar 2024 sieben Falschaussagen über Waldorfschulen untersagt. Gegenstand war der Beitrag „Esoterik an Waldorfschulen: Falscher Filz“ von Nora Imlau, der auf ZEIT online am 23. November 2022 erschienen war.</strong></em></p><p><em>Gegen mehrere falsche Tatsachenbehauptungen setzte sich der Bund der Freien Waldorfschulen (BdFWS) zur Wehr – und erhielt jetzt in vielen Fällen recht. Eine der Falschaussagen war bereits in erster Instanz von ZEIT online anerkannt worden.</em></p><p>Besonderes Augenmerk legten die Richter bereits in der Verhandlung auf den Vorwurf, dass Waldorfschulen ein „ausgewachsenes Gewaltproblem“ hätten. Als Beleg dafür wurde aus einem Buch aus den 1950er Jahren zitiert, das angeblich bei der Waldorflehrkräfteausbildung zum Einsatz gekommen sei und behauptet, dass darin körperliche Züchtigungen befürwortet würden. Tatsächlich stellte das Gericht aber fest, dass in diesem Buch körperliche Züchtigung vollständig abgelehnt wird und das Zitat im beanstandeten Artikel durch – bewusste – Weglassungen in sein Gegenteil verkehrt wurde.</p><p>„Fundierte Kritik ist uns willkommen – wer unsere Aktivitäten der letzten Jahre verfolgt, wird dies feststellen können,“ führt Nele Auschra, Vorstand und Sprecherin des BdFWS aus. „Falsche Tatsachenbehauptungen weisen wir jedoch zurück, wenn nötig auch in einer juristischen Auseinandersetzung“.</p><p>Der BdFWS geht davon aus, dass mit diesem Urteil weitere, ähnlich gelagerte Falschaussagen nicht mehr verbreitet werden. Und dass die Berichterstattung über Waldorfschulen zukünftig nicht mehr auf Desinformation setzt – sondern auf fundierte Recherche.</p><p><em><a href="https://oberlandesgericht-stuttgart.justiz-bw.de/pb/,Lde/Startseite/Medien/4_+Zivilsenat_+Mehrere+Passagen+des+ZEIT+ONLINE-Artikels+_Esoterik+an+Waldorfschulen_+Falscher+Filz_+mangels+zureichender+Belege+untersagt/?LISTPAGE=8975136" target="_blank" rel="noreferrer">Zur Mitteilung des OLG Stuttgart</a></em></p><p> </p>]]>
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                    <pubDate>Tue, 28 Nov 2023 13:11:24 +0100</pubDate>
                    <title>Mitgliederversammlung: Neue und vielfältige Wege zur Waldorflehrkraft – Waldorfschulen stellen sich für die Zukunft auf</title>
                    <link>https://waldorf.lichtflut.eu/artikel/mitgliederversammlung-neue-und-vielfaeltige-wege-zur-waldorflehrkraft-waldorfschulen-stellen-sich-fuer-die-zukunft-auf</link>
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                        <![CDATA[<p><em>Berlin, 29. November 2023 (CU/NA): <strong>Lehrkräftebildung und -gewinnung, Qualitätssicherung sowie innovative Konzepte für die Aus- und Fortbildung waren die wichtigsten Themen der Mitglieder- und Delegiertenversammlung des Bundes der Freien Waldorfschulen (BdFWS) am 24./25.11. in Frankfurt am Main.</strong></em></p><p>Aktuell überarbeiten die Gremien des BdFWS in Zusammenarbeit mit der Rechtsabteilung, , wie sich die Mitgliedschaft im BdFWS definiert und welche verbindlichen Rahmenbedingungen dafür gelten. Es sei notwendig, dass die Waldorfschulen „diskutieren und festhalten, auf welche Qualitätskriterien und -maßstäbe sie sich vereinbart haben“, betonte dazu Bundesvorstandsmitglied Stefan Grosse. Auch die obligatorischen Schutzkonzepte gegen Gewalt und Missbrauch sowie pädagogische und organisatorische Entwicklungsangebote gehören zur Qualitätsoffensive der Waldorfschulen, die in Frankfurt vorgestellt wurde.</p><p>Vorstandsmitglied Hans Hutzel berichtete außerdem vom neuen Arbeitsbereich „Politisches Netzwerken“, der bei der Öffentlichkeitsarbeit des BdFWS in Berlin angesiedelt ist. „Im Dialog mit den bildungspolitischen Sprecher:innen der Parteien ist es uns gelungen, manches Vorurteil gegen die Waldorfschulen abzubauen“, betonte Hutzel. Durch einen parlamentarischen Abend im kommenden Jahr sollen die Kontakte weiter vertieft werden. Ebenfalls von der Öffentlichkeitsarbeit verantwortet wird die Kampagne zur Lehrer:innengewinnung <a href="https://www.xn--jedestundezhlt-gib.de/" target="_blank" rel="noreferrer">„Jede Stunde zählt“</a>, die von Vorstandsmitglied und Sprecherin Nele Auschra vorgestellt wurde. Sie rief die Mitglieder dazu auf, die Kampagne in ihre eigene Kommunikation einzubinden.</p><p>Ein Paradigmenwechsel ist zu verzeichnen hinsichtlich des Umgangs mit kleinen Schulgründungen auf dem Land, zu denen eine Evaluation erarbeitet wurde. „Sehr beachtliche Konzepte“ seien hier entstanden, so die Gutachter, gerade von jungen Lehrer:innen werde dabei echte pädagogische Pionierarbeit geleistet. Elf solcher sogenannter Kleinschulen in verschiedenen Regionen wurden besucht. Sie arbeiten klassenübergreifend und zum Teil nach dem neuen Konzept der Handlungspädagogik, das einen landwirtschaftlichen Betrieb miteinbezieht.</p><p>Zwei Nachwahlen zum Bundesvorstand des BdFWS waren außerdem notwendig, gewählt wurden Susanne Piwecki, Geschäftsführerin der Interkulturellen Waldorfschule in Mannheim, sowie Stephanie Sell, Klassenlehrerin an der Freien Waldorfschule Augsburg.</p><p>Hinsichtlich des Jahresabschlusses 2022/23 wurde der Vorstand von der Mitgliederversammlung entlastet. Der Abschluss umfasst 18,7 Mio. EUR aus Beitragseinnahmen, außerdem rund 0,93 Mio. EUR aus sonstigen Erträgen wie Spenden oder Veranstaltungen. Ausgegeben wurde das Geld zu einem großen Teil für die Lehrer:innenbildung, für die rund 14 Mio. EUR aufgewendet wurden, sowie für Projekte, Mitarbeitende und Verbands-Dienstleistungen wie Rechtsberatung und Öffentlichkeitsarbeit.</p><p>Die inhaltlichen Aspekte der zweitägigen Versammlung betrafen ebenfalls die Lehrer:innenbildung hinsichtlich der Theorie, Methodik und künstlerischen Praxis. Es gab Vorträge, beispielsweise zur modernen Ausgestaltung der Waldorfpädagogik und zu ihrer Antwort auf die Herausforderung durch ChatGPT/KI sowie praktisch-künstlerische Übungen, die auch Bestandteil der Bachelor-/Master-Studiengänge „Waldorfpädagogik“ und der Seminare zur Fortbildung von Waldorflehrkräften sind.</p><p>Ziele und Notwendigkeiten der Lehrer:innenbildung aus der Sicht von Studierenden, Lehrenden und Schulen waren Gegenstand einer Podiumsdiskussion am Freitagabend, der abgerundet wurde durch ein Konzert des beachtlichen Oberstufen-Orchesters und Chores der Freien Waldorfschule Frankfurt.<br>  </p><p><strong>Bund der Freien Waldorfschulen e.V. </strong><br> Die derzeit 254 deutschen Waldorfschulen haben sich zum Bund der Freien Waldorfschulen e.V. (BdFWS) mit Sitz in Stuttgart zusammengeschlossen, wo 1919 die erste Waldorfschule eröffnet wurde. In Deutschland besuchen mehr als 90.500 Schüler:innen eine Waldorfschule. Siehe auch <a href="https://www.waldorfschule.de/" target="_blank" rel="noreferrer">waldorfschule.de</a>.</p><p><strong>Kontakt:</strong> Presse- und Öffentlichkeitsarbeit im Bund der Freien Waldorfschulen e.V., pr[at]waldorfschule.de.</p>]]>
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                    <pubDate>Thu, 23 Nov 2023 10:14:42 +0100</pubDate>
                    <title>„Jede Stunde zählt“: Wertschätzung für den Beruf als Lehrkraft; Bundesweite Kampagne lässt Lehrer:innen zu Wort kommen </title>
                    <link>https://waldorf.lichtflut.eu/artikel/jede-stunde-zaehlt-wertschaetzung-fuer-den-beruf-als-lehrkraft-bundesweite-kampagne-laesst-lehrerinnen-zu-wort-kommen</link>
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                        <![CDATA[<p><em><strong>Berlin, 23. November 2023 (EM/NA): Wie denken Lehrer:innen eigentlich tatsächlich über ihre Arbeit? Die Kampagne „Jede Stunde zählt“ hat nachgefragt. Per Videoclip berichten Testimonials aus verschiedenen Fachbereichen über ihre Lehrtätigkeit an Waldorfschulen – und darüber, was sie an ihrer Aufgabe mögen.</strong></em></p><p>Gesellschaftliche Vorurteile gegenüber Lehrer:innen sind zahlreich: Sie seien arbeitsscheu, hätten nachmittags immer frei und außerdem ständig Ferien – um nur ein paar der häufigsten zu nennen. Die bundesweite Kampagne „Jede Stunde zählt“ der Freien Waldorfschulen will zu diesen Vorurteilen einen Kontrapunkt setzen. So lässt sie Lehrer:innen persönlich zu Wort kommen und aus ihrem Arbeitsalltag erzählen. Dabei wird deutlich, dass die Interviewten besonderen Sinn und Befriedigung aus ihrer Aufgabe ziehen. Umgekehrt erfahren sie an Waldorfschulen hohe Wertschätzung für ihre Kompetenzen, ihr Engagement sowie für ihre wichtige Rolle im Leben der Heranwachsenden. Denn sie begleiten Kinder und Jugendliche dabei, selbständige Individuen zu werden und ihren Platz in der Welt zu finden. Auch diesem Umstand will die im Oktober angelaufene Kampagne Rechnung tragen. </p><p><strong>Lehrer:innen, die einen Unterschied machen</strong></p><p>Ivana (55), arbeitet an der Freien Waldorfschule Aachen als Fachlehrerin für Mathematik und Chemie. Ihre Begeisterung für Naturwissenschaften kann die ehemalige Biochemikerin nun im Unterricht weitergeben. Sie sagt: „Jede Stunde zählt bedeutet für mich, dass ich meine Schüler:innen inspiriere und ihnen Impulse für ihre Zukunft gebe.“ </p><p>Max (27) ist Klassenlehrer an der Freien Waldorfschule Leipzig und unterrichtet außerdem das Fach Sport. All seine Leidenschaften in einen Beruf einzubringen – das gehe für ihn nur an der Waldorfschule, sagt der begeisterte Gärtner und Akrobat: „Jede Stunde zählt bedeutet für mich nach Sinn zu suchen. Wie kann ich die Erlebnisse der Kinder mit sinnvollen Erfahrungen füllen?”</p><p>*********************************************</p><p><strong>Über die Kampagne „Jede Stunde zählt“</strong><strong> </strong><br> Die Freien Waldorfschulen in Deutschland suchen Lehrkräfte. Deshalb spricht die Kampagne „Jede Stunde zählt“ vor allem bereits ausgebildete Lehrer:innen und Seiteneinsteiger:innen an. Die Kampagneninhalte erscheinen als Videoclips, Texte und Fotos auf <a href="https://www.xn--jedestundezhlt-gib.de/" title="https://www.xn--jedestundezhlt-gib.de/" target="_blank" rel="noreferrer">jedeStundezählt.de</a> sowie auf YouTube, Instagram, Facebook und LinkedIn. Die insgesamt sieben Interviews werden nach und nach auf der Website zu finden sein. </p><p><strong>Bund der Freien Waldorfschulen e.V. </strong><strong> </strong><br> Die derzeit 254 deutschen Waldorfschulen haben sich zum Bund der Freien Waldorfschulen e.V. (BdFWS) mit Sitz in Stuttgart zusammengeschlossen, wo 1919 die erste Waldorfschule eröffnet wurde. In Deutschland besuchen mehr als 90.500 Schüler:innen eine Waldorfschule. Siehe auch <a href="https://www.waldorfschule.de/" title="https://www.waldorfschule.de/" target="_blank" rel="noreferrer">waldorfschule.de</a></p><p>Kontakt: Presse- und Öffentlichkeitsarbeit im Bund der Freien Waldorfschulen e.V., pr[at]waldorfschule.de</p>]]>
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                    <pubDate>Mon, 16 Oct 2023 08:03:26 +0200</pubDate>
                    <title>Pädagogik-Neuerscheinung zur Frankfurter Buchmesse: Aufgabe von Schule im Zeitalter der künstlichen Intelligenz</title>
                    <link>https://waldorf.lichtflut.eu/artikel/paedagogik-neuerscheinung-zur-frankfurter-buchmesse-aufgabe-von-schule-im-zeitalter-der-kuenstlichen-intelligenz</link>
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                        <![CDATA[<p><em>Berlin, 16. Oktober 2023 (NA): <strong>Wenn Wissen auf Knopfdruck abrufbar ist – wozu brauchen wir dann noch Schule? Ein neues Buch geht dieser Frage nach und zeigt unserem veralteten Schulsystem einen Weg aus dem Gefühl der Überforderung. Eine zukunftsweisende Pädagogik setzt ein tiefes Verständnis davon voraus, was den Menschen zum Menschen macht. Und sie schult alle Qualitäten, die im Umgang mit künstlicher Intelligenz nötig sind, um sie bestmöglich zu nutzen.</strong></em></p><p>Edwin Hübner ist langjähriger Inhaber der Professur am Lehrstuhl für Medienpädagogik an der Freien Hochschule Stuttgart. Erklärtes Ziel seiner Monographie ist, Kollegien zu befähigen, die Entwicklungsschritte auf dem notwendigen Weg zur Neuerfindung von Schule gemeinsam zu gehen.</p><p>Dazu mutet Hübner den Leser:innen zunächst einen fachkundigen Exkurs zu: Er nimmt sie mit in die Welt der Textgeneratoren, neuronalen Netzwerke und künstlichen Intelligenz. Was können diese Errungenschaften? Was können sie nicht? Sind sie tatsächlich fähig, „wahres“ Wissen auf Knopfdruck zu generieren? Die Antworten auf diese Fragen sind essenziell notwendiges Wissen für alle Lehrkräfte. Nicht zuletzt, um eine fundierte Einordnung vornehmen zu können. Nur wer nachvollziehen kann, dass und warum diese sogenannten intelligenten Systeme geronnene Vergangenheit repräsentieren und welche herausragende Stellung der mit Fantasie und Kreativität begabte Mensch auch in Zukunft einnehmen wird, kann Kindern und Jugendlichen die Voraussetzungen auf den Weg mitgeben, diese Rolle auszufüllen.</p><p>Ebenso unabdingbar wie ein grundlegendes Verständnis des technischen Umfelds ist ein gemeinsames Bild vom Menschen mit seinem physischen Körper und seinem belebten Leib, seinem Denkvermögen und seinem Willen. Schule hat die Aufgabe, die Heranwachsenden in der ausgewogenen Entwicklung dieser Dimensionen des Menschseins zu unterstützen. Absolvent:innen müssen nicht nur die gängigen technologischen Errungenschaften kennen und anwenden können. Sie werden auch die Verortung im Leib, ein individuelles und urteilsfähiges Denken sowie einen zukunftsgestaltenden kreativen Willen brauchen, um KI-Systeme in einem menschlichen Sinne zu nutzen und weiterzuentwickeln.</p><p>Schlaglichthaft beleuchtet Hübner schließlich Konsequenzen für einige wichtige Unterrichtsgebiete und bietet Handlungsempfehlungen als Anregung für die Gestaltung einer den sich wandelnden Lebensverhältnissen anpassenden Schule der Gegenwart.</p><p>Das Buch von Edwin Hübner: „ChatGPT. Symptom einer technischen Zukunft“ ist im Oktober 2023 bei der Pädagogischen Forschungsstelle beim Bund der Freien Waldorfschulen in der <em>edition waldorf</em> erschienen und als Softcover oder ePDF <a href="https://www.waldorfbuch.de/buch/chat-gpt-9783989570115/?page_id=0" target="_blank" rel="noreferrer">beim Verlag</a> bzw. im Buchhandel erhältlich (ISBN: 9783989570115).</p><p><strong>Interview-Möglichkeit während der Frankfurter Buchmesse</strong><br> Interessierten Journalisten steht der Autor, Prof. Dr. Edwin Hübner, am 20. Oktober zwischen 10 und 13 Uhr am Stand Nr. 3.1 C20 für Gespräche/Interviews zur Verfügung.  </p><p><strong>Bund der Freien Waldorfschulen e.V. </strong><br> Die derzeit 254 deutschen Waldorfschulen haben sich zum Bund der Freien Waldorfschulen e.V. (BdFWS) mit Sitz in Stuttgart zusammengeschlossen, wo 1919 die erste Waldorfschule eröffnet wurde. In Deutschland besuchen mehr als 90.500 Schüler:innen eine Waldorfschule. Siehe auch <a href="https://www.waldorfschule.de/" target="_blank" rel="noreferrer">waldorfschule.de</a>.</p><p><strong>Kontakt:</strong> Presse- und Öffentlichkeitsarbeit im Bund der Freien Waldorfschulen e.V., pr[at]waldorfschule.de.</p><p><strong>Die Pädagogische Forschungsstelle beim Bund der Freien Waldorfschulen (BdFWS) </strong>beauftragt und koordiniert Forschungsprojekte zur Waldorfpädagogik mit dem Ziel, diese methodisch und inhaltlich weiterzuentwickeln und den Diskurs mit der Erziehungswissenschaft zu vertiefen. Außerdem publiziert sie jedes Jahr zahlreiche neue Lehrmittel bzw. gibt Überarbeitungen heraus. Siehe auch: <a href="https://www.forschung-waldorf.de/" target="_blank" rel="noreferrer">forschung-waldorf.de</a>. Kontakt: info<span class="spamProtect">@<img src="/typo3conf/ext/lfmtheme/Resources/Public/Images/clear.gif" alt=""></span>waldorfbuch.de</p>]]>
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                    <pubDate>Wed, 04 Oct 2023 10:43:09 +0200</pubDate>
                    <title>„Jede Stunde zählt“: Kampagne zur Gewinnung von Lehrer:innen an Waldorfschulen gestartet</title>
                    <link>https://waldorf.lichtflut.eu/artikel/jede-stunde-zaehlt-kampagne-zur-gewinnung-von-lehrerinnen-an-waldorfschulen-gestartet</link>
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                        <![CDATA[<p><strong>Erste Testimonials jetzt online / Zielgruppe sind Lehrer:innen und Seiteneinsteiger:innen</strong></p><p><em>Berlin, 04.10.2023 (NA/EM): <strong>Die Freien Waldorfschulen in Deutschland suchen Lehrkräfte. Eine neue, gerade gestartete und bundesweit angelegte Kampagne spricht insbesondere bereits ausgebildete Lehrer:innen und Seiteneinsteiger:innen an.</strong></em></p><p>Zentrum der Kampagne ist die Website <a href="https://www.jedestundezaehlt.de" target="_blank" rel="noreferrer">jedeStundezählt</a>. Sie informiert grundlegend über Waldorfpädagogik, Berufsbilder und Ausbildungswege. Vor allem aber lässt sie praktizierende Waldorflehrer:innen zu Wort kommen. Sie sprechen über ihren vielseitigen Berufsalltag, die Arbeit mit den Schüler:innen und ihren inneren Antrieb zur Lehre. Die Kampagneninhalte erscheinen in Form von Videoclips, Texten und Fotos auf der vorgenannten Website sowie auf YouTube, Instagram, Facebook und LinkedIn. In regelmäßigen Abständen erscheinen neue Testimonials. Diese werden dann auf der Bildungsmesse didacta, die vom 20. bis 24 Februar 2024 in Köln stattfindet, das erste Mal vollzählig vorgestellt. Entwickelt hat die Kampagne der Bund der Freien Waldorfschulen gemeinsam mit der Kreativagentur „Nordsonne Identity“ aus Berlin.</p><p><br> <strong>Warum jede Stunde zählt</strong></p><p>Zeit ist für Waldorfschulen ein wertvolles Gut. Jede Stunde ist kostbar und wichtig für die Vermittlung von Wissen und Bildung – insbesondere aber für die persönlichen Entwicklung und die Ausbildung individueller Stärken der Schüler:innen. Darüber hinaus investieren Waldorfschulen viel Zeit in das Erlernen lebenspraktischer Kompetenzen. Lehrer:innen erfahren Wertschätzung für ihre Kompetenzen, ihr Engagement sowie für ihre wichtige Rolle im Leben der Heranwachsenden. Denn sie begleiten Kinder und Jugendliche dabei, selbständige Individuen zu werden und ihren Platz in der Welt zu finden. Durch eine ganzheitliche Bildung und den Fokus auf Kreativität und Gemeinschaft reifen Waldorfschüler:innen zu engagierten Bürger:innen heran, die sich für eine positive Veränderung in der Gesellschaft einsetzen. Somit zählt jede Waldorf-Stunde für die Schüler:innen, ihre Lehrer:innen und unsere Zukunft.<br>  </p><p><strong>Bund der Freien Waldorfschulen e.V.</strong></p><p>Die derzeit 254 deutschen Waldorfschulen haben sich zum Bund der Freien Waldorfschulen e.V. (BdFWS) mit Sitz in Stuttgart zusammengeschlossen, wo 1919 die erste Waldorfschule eröffnet wurde. In Deutschland besuchen 90.500 Schüler:innen eine Waldorfschule. Siehe auch <a href="https://waldorf.lichtflut.eu/" target="_blank">waldorfschule.de</a>.</p>]]>
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                    <pubDate>Fri, 23 Jun 2023 11:57:26 +0200</pubDate>
                    <title>Reichsbürger-Vorwurf in Ravensburg:  Aufarbeitung beginnt – Bund der Freien Waldorfschulen begrüßt Aktivitäten</title>
                    <link>https://waldorf.lichtflut.eu/artikel/reichsbuerger-vorwurf-waldorfschule-ravensburg-aufarbeitung-beginnt-bund-der-freien-waldorfschulen-begruesst-aktivitaeten</link>
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                        <![CDATA[<p><em>Berlin, 23. Juni 2023 (NA/BB): <strong>Im Frühjahr 2023 wurde bekannt, dass an der Freien Waldorfschule Ravensburg ein Mitarbeiter mit Reichsbürger-Hintergrund beschäftigt war. Die arbeitsrechtlichen Konsequenzen wurden rasch gezogen. Nun beginnt die inhaltliche Aufarbeitung. </strong></em></p><p>Der Bund der Freien Waldorfschulen (BdFWS) hatte gemeinsam mit der Landesarbeitsgemeinschaft der Freien Waldorfschulen in Baden-Württemberg (LAG BW) darauf gedrängt, dass die Schule neben der arbeitsjuristischen Klärung einen schulweiten Aufarbeitungsprozess startet. Als versierte Begleitung konnte der Verein <a href="https://www.bildung-gegen-rechts.de/" target="_blank" rel="noreferrer">„Bildungseinrichtungen gegen Rechtsextremismus e.V.“</a> vermittelt werden, der nun beratend mit den Gremien der Schule, den Eltern und der Schülerschaft tätig ist.</p><p>„Schulleitung und Trägerverein haben in den Wochen nach Bekanntwerden der Vorwürfe Aussprachen mit der Schulgemeinschaft organisiert,“ weiß Nele Auschra, Sprecherin des BdFWS, und führt aus: „Auch der regelmäßige Austausch mit der LAG BW und die Beauftragung des Vereins ‚Bildungseinrichtungen gegen Rechtsextremismus e.V.‘ entspricht unseren Forderungen, die wir hiermit erfüllt sehen – es ist erfreulich, dass der Prozess begonnen ist“.</p><p>Der regelmäßige Bericht an die LAG BW wird weiterhin erwartet, ebenso, dass Erkenntnisse aus der Aufarbeitung der LAG BW und dem BdFWS kommuniziert werden.</p><p class="xparagraph">Waldorfschulen ergreifen Maßnahmen, sobald erkennbar wird, dass Anhänger demokratiefeindlicher Haltungen in der Schulgemeinschaft agieren, Als Dachverband informiert der BdFWS seine Mitglieder seit vielen Jahren regelmäßig zu dieser Thematik und unterstützt seine Schulen gegen jeden Versuch rechter Einflussnahme. Ein professioneller Aufarbeitungsprozess, wie er in Ravensburg vorgenommen wird, leistet einen wertvollen Beitrag zur Verbesserung der Präventionsstrategie.</p><p class="xparagraph">Dazu gehört ebenso das „Webinar gegen extremistische Unterwanderung und antidemokratische Tendenzen an Freien Waldorfschulen in Baden-Württemberg“ am 19. Juni 2023, zu dem die LAG BW eingeladen hatte und zu dem sich über 200 Zuhörer:innen angemeldet hatten. Thematisch wurden dort die virulenten Themen rund um Unterwanderungsversuche und antidemokratische Tendenzen aufgegriffen um die Schulen zu befähigen, proaktiv tätig werden zu können. „Diese gute regionale Arbeit ergänzt unsere deutschlandweiten Aktivitäten. Es gilt, diese stetig fortzuführen,“ bekräftigt Auschra.</p><p><br> <strong>Bund der Freien Waldorfschulen e.V. </strong><br> Die derzeit 253 deutschen Waldorfschulen haben sich zum Bund der Freien Waldorfschulen e.V. (BdFWS) mit Sitz in Stuttgart zusammengeschlossen, wo 1919 die erste Waldorfschule eröffnet wurde. In Deutschland besuchen 90.500 Schüler:innen eine Waldorfschule. Siehe auch <a href="https://www.waldorfschule.de/" target="_blank" rel="noreferrer">waldorfschule.de</a>.</p><p><strong>Kontakt:</strong> Presse- und Öffentlichkeitsarbeit im Bund der Freien Waldorfschulen e.V., pr[at]waldorfschule.de.</p><p><strong>Landesarbeitsgemeinschaft der Freien Waldorfschulen in Baden-Württemberg e.V.</strong><br> Die Landesarbeitsgemeinschaft der Freien Waldorfschulen in Baden-Württemberg e.V. ist der schulübergreifende Ansprechpartner und das zentrale Auskunftsorgan für alle an der Waldorfpädagogik Interessierten im Land. Sie vertritt die Interessen der 57 Mitgliedsschulen gegenüber Regierung, Politik, Behörden, Verbänden, Presse und Öffentlichkeit in Themen, die alle Waldorfschulen betreffen. Siehe auch: <a href="https://waldorf-bw.de/" target="_blank" rel="noreferrer">waldorf-bw.de</a></p>]]>
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                    <pubDate>Tue, 20 Jun 2023 15:03:10 +0200</pubDate>
                    <title>Bündnis erneuert Appell für einen Nationalen Bildungsgipfel – Waldorfschulen von Anfang an Mitunterzeichner</title>
                    <link>https://waldorf.lichtflut.eu/artikel/buendnis-erneuert-appell-fuer-einen-nationalen-bildungsgipfel-waldorfschulen-von-anfang-an-mitunterzeichner</link>
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                        <![CDATA[<p><em>Berlin, 21. Juni 2023 (NA): </em><strong><em>Dem im März veröffentlichten Appell zur Einberufung eines Nationalen Bildungsgipfels haben sich zahlreiche weitere Organisationen angeschlossen. Der breite Kreis aus Stiftungen, Verbänden und Gewerkschaften ruft die Regierungschef:innen der Bundesländer und den Bundeskanzler dazu auf, den dringend benötigten, grundlegenden Reformprozess in der Bildung einzuleiten. Anlässlich der letzten Sitzung der Kultusministerkonferenz (KMK) vor der Sommerpause bekräftigt das Bündnis: Die Lösung der massiven Probleme im deutschen Bildungssystem duldet keinen Aufschub mehr.</em></strong></p><p>Angesichts der weiterhin ungelösten, gravierenden Probleme im deutschen Bildungssystem erneuern 89 Organisationen ihren gemeinsamen Aufruf an die Politik. Unter dem Hashtag <em>#NeustartBildungJetzt </em>appellieren sie an die Regierungschef:innen der Länder sowie den Bundeskanzler, einen Nationalen Bildungsgipfel einzuberufen. Den Appell hatte ein Kreis aus damals 54 Stiftungen, Verbänden und Gewerkschaften im März 2023 im Vorfeld des vom Bundesbildungsministerium anberaumten Bildungsgipfels veröffentlicht. Mittlerweile haben sich 35 weitere Organisationen dem Aufruf angeschlossen.</p><p>Nach Auffassung der Unterstützer:innen des Appells ist der geforderte Neustart in der Bildung in Form eines grundlegenden Reformprozesses notwendiger denn je. Anlässlich der letzten Sitzung der Kultusministerkonferenz vor der Sommerpause bekräftigen sie daher ihren Aufruf zu einer Initialzündung auf höchster politischer Ebene. Der Appell bleibt damit keine einmalige Aktion. Mit seiner Wiederholung soll der politische Druck aufrechterhalten werden. Unter <a href="https://www.neustart-bildung-jetzt.de/" target="_blank" rel="noreferrer">neustart-bildung-jetzt.de</a> wurde eine neue Website aufgesetzt, die den Appell im Wortlaut, die aktuelle Liste der unterstützenden Organisationen sowie weitere Informationen bereithält.</p><p>Deodat von Eickstedt, bildungspolitischer Referent beim Bund der Freien Waldorfschulen (BdFWS), wünscht sich den Nationalen Bildungsgipfel als Auftakt zu einem kontinuierlichen Reformprozess. „Es geht darum, rasche und gleichzeitig tragfähige Lösungen zu entwickeln. Damit Schülerinnen und Schüler an einem zukunftsfähigen Bildungssystem teilhaben können, müssen die Herausforderungen jetzt von einem breiten Bündnis auf politischer und zivilgesellschaftlicher Ebene angegangen werden,“ schildert von Eickstedt die Motivation des BdFWS, von Anfang an den Appell mitzutragen.</p><p>Für den BdFWS und die Unterstützer:innen von <em>#NeustartBildungJetzt</em> steht fest, dass ein Nationaler Bildungsgipfel nur den Auftakt zu einem kontinuierlichen Dialog- und Reformprozess zwischen allen beteiligten Akteuren darstellen kann. Es gehe darum, Vertreter:innen aus der Bundes-, Landes- und Kommunalpolitik, aus Wirtschaft, Wissenschaft, Bildungspraxis, Zivilgesellschaft sowie von Eltern und Schüler:innen zusammenzubringen. Mit der Verstetigung des Appells erneuern die unterstützenden Organisationen ihr Angebot, an diesem Prozess mitzuwirken. Es gelte, jetzt gemeinsam die Weichen für ein leistungsfähigeres, begabungs- und chancengerechteres Bildungssystem zu stellen.<br>  </p><p><strong>Bund der Freien Waldorfschulen e.V. </strong><br> Die derzeit 253 deutschen Waldorfschulen haben sich zum Bund der Freien Waldorfschulen e.V. (BdFWS) mit Sitz in Stuttgart zusammengeschlossen, wo 1919 die erste Waldorfschule eröffnet wurde. In Deutschland besuchen 90.500 Schüler:innen eine Waldorfschule. Siehe auch <a href="https://www.waldorfschule.de/" target="_blank" rel="noreferrer">waldorfschule.de</a>.</p><p><strong>Kontakt:</strong> Presse- und Öffentlichkeitsarbeit im Bund der Freien Waldorfschulen e.V., pr[at]waldorfschule.de.</p>]]>
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                    <pubDate>Fri, 26 May 2023 08:37:01 +0200</pubDate>
                    <title>Waldorfschulen: wichtige Bausteine einer vielfältigen Bildungslandschaft. Waldorf-Vertreter:innen im Gespräch mit Abgeordneten im Deutschen Bundestag</title>
                    <link>https://waldorf.lichtflut.eu/artikel/waldorfschulen-wichtige-bausteine-einer-vielfaeltigen-bildungslandschaft-waldorf-vertreterinnen-im-gespraech-mit-abgeordneten-im-deutschen-bundestag</link>
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                        <![CDATA[<p><em>Berlin, 26. Mai 2023 (NA/AL): </em><strong><em>Waldorfschulen spielen eine relevante Rolle in der deutschen Bildungslandschaft und wünschen sich für die freien Schulträger Mitbestimmung etwa in der Kultusministerkonferenz und mehr Gerechtigkeit bei der Finanzierung. Der Bund der Freien Waldorfschulen (BdFWS) hatte Mitglieder des Bildungs- und Familienausschusses ins Jakob-Kaiser-Haus zum Parlamentarischen Frühstück eingeladen, wo Vertreter:innen des BdFWS Fakten und Forderungen präsentierten. Die Veranstaltung stand unter der Schirmherrschaft der Vorsitzenden des Familienausschusses, der Bundestagsabgeordneten Ulrike Bahr (SPD).</em></strong></p><p>„Eltern an Waldorfschulen sind zwar überdurchschnittlich gebildet, verfügen aber über ein durchschnittliches Haushaltseinkommen, wie eine wissenschaftliche Studie unter Waldorf-Eltern ergeben hat“, sagte Vorstandsmitglied Nele Auschra, um das Vorurteil, an Waldorschulen seien überwiegend wohlhabende Eltern, zu entkräften. Waldorfschulen ermöglichen durch ein Solidarmodell, dass sich niemand aus finanziellen Gründen gegen sie entscheiden muss. Dennoch ergeben die jährlich an Waldorfschulen erhobenen bildungsökonomischen Daten, dass nur etwa 75 Prozent der Schulfinanzierung von staatlicher Hand getragen werden, die Eltern also noch einen großen Anteil stemmen müssen. „Schulfinanzierung ist Ländersache und wird von uns auch auf der Ebene zusammen mit den anderen freien Schulträgern beraten,“ führt Auschra weiter aus. Wichtig sei jedoch, dass bei sämtlichen Bildungsausgaben des Bundes, Modellversuchen und Pilotprojekten freie Schulträger von Anfang an mitgedacht würden. </p><p>90.500 Schülerinnen und Schüler besuchen die 253 Waldorfschulen in Deutschland. Das sind 10 Prozent aller Schüler:innen, die eine Schule in freier Trägerschaft besuchen, die wiederum mehr als 10 Prozent aller Schüler:innen in Deutschland ausmachen. „Diese Menge an Schüler:innen übersteigt sogar die Anzahl von Schüler:innen eines kleinen Bundeslandes,“ erläuterte Vorstandsmitglied Hans-Georg Hutzel. Deshalb sei es richtig, über eine ständige Vertretung der freien Schulen in der Kultusministerkonferenz (KMK) nachzudenken. Hutzel warb bei den anwesenden Bildungpolitiker:innen um Unterstützung bei diesem Ansinnen, das der KMK bereits mehrfach vorgetragen wurde.</p><p>Die Fragen der Parlamentarier:innen aus SPD- und CDU-Fraktion betrafen verschiedene Aspekte rund um die deutschen Waldorfschulen, die im Gespräch dann ausführlich beleuchtet wurden. Deodat von Eickstedt, auf politischer Ebene aktiv in der Berliner Geschäftsstelle des BdFWS, zeigt sich zufrieden: „Wir konnten uns mit den Gesprächspartner:innen über den Beitrag der Waldorfschulen zum deutschen Bildungssystem austauschen und trafen auf wohlwollendes Interesse der Bildungspolitiker. Ein guter erster Schritt für einen Dialog, den wir in Zukunft gerne vertiefen wollen“.<br>  </p><p><strong>Bund der Freien Waldorfschulen e.V. </strong><br> Die derzeit 253 deutschen Waldorfschulen haben sich zum Bund der Freien Waldorfschulen e.V. (BdFWS) mit Sitz in Stuttgart zusammengeschlossen, wo 1919 die erste Waldorfschule eröffnet wurde. In Deutschland besuchen 90.500 Schüler:innen eine Waldorfschule. Siehe auch <a href="https://www.waldorfschule.de/" target="_blank" rel="noreferrer">waldorfschule.de</a>. </p><p><strong>Kontakt:</strong> Presse- und Öffentlichkeitsarbeit im Bund der Freien Waldorfschulen e.V., pr[at]waldorfschule.de.</p>]]>
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                    <pubDate>Tue, 16 May 2023 16:05:43 +0200</pubDate>
                    <title>Vielfalt leben, Gemeinschaft feiern, Zukunft ergreifen! Waldorfschul-Eltern organisieren Tagung in Berlin</title>
                    <link>https://waldorf.lichtflut.eu/artikel/vielfalt-leben-gemeinschaft-feiern-zukunft-ergreifen-waldorfschul-eltern-organisieren-tagung-in-berlin</link>
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                        <![CDATA[<p><em>Berlin, 16. Mai 2023 (MR/NA): <strong>Mehr als 200 Eltern, Lehrkräfte und Schüler:innen aus deutschsprachigen Waldorfschulen trafen sich Anfang Mai zur 90. Bundeselternratstagung in Berlin.</strong></em></p><p>Unter dem Motto <em>Vielfalt leben, Gemeinschaft feiern, Zukunft ergreifen</em><strong> </strong>gab es an der Waldorfschule Berlin-Südost ein Wochenende lang Gelegenheit, Gemeinschaft zu genießen, Ideen für die Zukunft zu entwickeln und Inspirationen vielfältigster Art mit nach Hause zu nehmen.<strong> </strong>Im Plenum und in über 25 Workshops konnten die Teilnehmer:innen erleben, wie wichtig und bereichernd die Gemeinschaftserfahrung auf allen Ebenen ist.</p><p>„Wir schätzen das hohe Engagement unserer Elternschaft sehr“, erläuterte Nele Auschra, Sprecherin des BdFWS, und führte weiter aus: „Schulische Elternmitwirkung ist ein hohes Gut, das aktiver Pflege bedarf. Deshalb freuen wir uns, dass auch zahlreiche Lehrkräfte teilgenommen haben.“ Insbesondere die Themen Vernetzung, Kooperation und Kommunikation waren vielen Teilnehmenden ein großes Anliegen. In einem Panel-Talk nutzten Vertreter:innen des BdFWS die Chance, ihre aktuellen und geplanten Aktivitäten und Initiativen vorzustellen und Fragen der Eltern zu beantworten.</p><p>Einen vertiefenden Einblick in die Angebote und Services des BdFWS ermöglichte der Workshop zum Thema Öffentlichkeitsarbeit. Wie vernetzen wir uns? Welche Kooperationsmöglichkeiten haben wir und was sind gute Beispiele für eine offene und authentische Öffentlichkeitsarbeit von Waldorfschulen? Dazu bietet der BdFWS auch auf seinen Internetseiten umfassende Informationen und Services an. Beispielsweise finden sich dort themenbezogene Newsletter, Handreichungen für die digitale Kommunikation und zahlreiche Publikationen zur Waldorfpädagogik. In den sozialen Medien vernetzen sich mehr und mehr Lehrende, Eltern, Schülerinnen und Schüler. So gibt es bereits den Podcast von Waldorflehrer:innen „Kaffee, Kreide, Morgenspruch“, der sich u. a. in einer Folge intensiv mit Elternarbeit befasst. Und auch die Aktivitäten von engagierten Schüler:innen-Vertretungen auf den verschiedenen Plattformen vermitteln: #hereinspaziert! unsere Türen sind offen.</p><p>Und dies nicht erst seit heute. In einem beeindruckenden Vortrag beleuchtete Nana Goebel von den <em>Freunden der Erziehungskunst</em> die Situation der Waldorfschulen weltweit und zeigte einmal mehr, was für einen Vorsprung Waldorfschulen im Hinblick auf eine globale und interkulturelle Perspektive dank ihrer jahrzehntelangen, weltweiten Vernetzung genießen.</p><p>Gelebte Vielfalt demonstrierte eindrucksvoll Sven Saar, Waldorflehrer und Dozent für Waldorfpädagogik, in seinem Vortrag über moderne und diversitätsbewusste Sexualpädagogik an Waldorfschulen auf der Grundlage des von ihm herausgegebenen Buchs „beziehungskunst“.</p><p>Demokratiebildung war der Schwerpunkt des zweiten Abends. Filmemacherin Mo Asumang führte ihren Film „Die Arier“ vor und stand zum Austausch und Gespräch über ihre Arbeit mit dem Verein Mo:lab, sich face-to-face mit Rassismus auseinanderzusetzen, bereit. Offenkundig wurde, dass der Wunsch, Demokratiebildung in Schulen zu stärken, stark in den Waldorfschul-Gemeinschaften lebt.</p><p>Die Teilnehmenden lobten am Ende der drei Tage die große Themenbandbreite, den interessanten und tiefgehenden Austausch und die wichtigen und guten Zukunftsimpulse für die Entwicklung von Schulgemeinschaften – gerade auch in Zeiten herausfordernder Transformationsprozesse.</p><p> </p><p><strong>Bund der Freien Waldorfschulen e.V. </strong><br> Die derzeit 253 deutschen Waldorfschulen haben sich zum Bund der Freien Waldorfschulen e.V. (BdFWS) mit Sitz in Stuttgart zusammengeschlossen, wo 1919 die erste Waldorfschule eröffnet wurde. In Deutschland besuchen 90.500 Schüler:innen eine Waldorfschule. Siehe auch <a href="https://www.waldorfschule.de/" target="_blank" rel="noreferrer">waldorfschule.de</a>.</p><p><strong>Kontakt:</strong> Presse- und Öffentlichkeitsarbeit im Bund der Freien Waldorfschulen e.V., pr[at]waldorfschule.de.</p>]]>
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                    <pubDate>Sat, 22 Apr 2023 15:12:41 +0200</pubDate>
                    <title>Reichsbürger-Vorwurf in Ravensburg: Bund der Freien Waldorfschulen setzt Schule Frist</title>
                    <link>https://waldorf.lichtflut.eu/artikel/reichsbuerger-vorwurf-in-ravensburg-bund-der-freien-waldorfschulen-setzt-schule-frist</link>
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                        <![CDATA[<p><em>Berlin, 21. April 2023 (NA): <strong>Der Bund der Freien Waldorfschulen (BdFWS), die Dachorganisation von 253 Waldorfschulen in Deutschland, fordert über die bisher getroffenen arbeitsrechtlichen Maßnahmen hinaus von der Ravensburger Waldorfschule sofortige Aufklärungsarbeit und Gespräche mit weiteren Lehrkräften, die gegen das Neutralitätsgebot verstoßen haben sollen.</strong></em></p><p>„Sollten hier in den nächsten Tagen keine wirksamen Maßnahmen zur lückenlosen Aufarbeitung getroffen werden, werden wir über weitere Konsequenzen entscheiden“, erklärt Vorstand Nele Auschra, Sprecherin des BdFWS. „Untätigkeit dulden wir als Verband nicht: schwerwiegende Versäumnisse von Schulen haben Konsequenzen, die bis zum Ruhen der Mitgliedschaft – und letztlich dem Ausschluss aus dem Verband führen können“.</p><p>Zum Hintergrund: Am 18.04.2023 berichtet ZEIT online unter der Überschrift „Wenn ein Reichsbürger an der Tafel steht“ über die Freie Waldorfschule Ravensburg, an der ein Lehrer Reichsbürgerthesen vertreten haben soll – auch im Unterricht. Zeugen dieser Auftritte wandten sich darauf an ihre Eltern, die wiederum den Bund der Freien Waldorfschulen und die Landesarbeitsgemeinschaft der Freien Waldorfschulen in Baden-Württemberg (LAG BW) informierten. Beide Verbände sind daraufhin in Gespräche mit der Schule eingetreten und haben auf eine lückenlose Aufklärung und das Ergreifen arbeitsrechtlicher Maßnahmen bestanden. Als Konsequenz wurde derjenige Lehrer, der mit Reichsbürgerthesen aufgetreten ist, von der Freien Waldorfschule Ravensburg entlassen. Bei weiteren Lehrpersonen, die demokratiefeindlichen Haltungen nahestehen sollen, stehen Untersuchung zur Aufklärung noch aus. Die Verbände fordern eine externe Beratung und Begleitung der Schulgemeinschaft, z.B. durch den Verein <a href="https://www.bildung-gegen-rechts.de/" target="_blank" rel="noreferrer">Bildungseinrichtungen gegen Rechtsextremismus e.V. (bildung-gegen-rechts.de)</a>. Die Mitglieder des Vereins sind seit Jahren erfolgreich und mit hoher Reputation an Waldorfschulen und anderen Bildungseinrichtungen beratend aktiv und arbeiten dabei eng vernetzt mit anderen zivilgesellschaftlichen Akteuren gegen Rechtsextremismus.  </p><p>Abwegig ist die Unterstellung des ZEIT-online-Autors, auf einer Schulratsversammlung wäre eine Drohkulisse gegenüber den Hinweisgebenden aufgebaut worden. Teilnehmende berichten im Gegenteil von einem Aufruf an die Schulgemeinschaft, jeden Verstoß gegen das Neutralitätsgebot von Schulangehörigen öffentlich zu machen – um als Schule sofort dagegen vorgehen zu können und eine gemeinsame Aufklärungsarbeit anzugehen.</p><p>Waldorfschulen wehren sich aktiv gegen die Verbreitung jeglicher demokratiefeindlicher Haltungen. Als Dachverband informiert der BdFWS seine Mitglieder permanent und unterstützt seine Schulen gegen jeden Versuch rechter Einflussnahme. „Sollte ein Verdachtsfall aufkommen, prüfen wir diesen und unterstützen gemeinsam mit der Landesarbeitsgemeinschaft die Schule dabei, die entsprechenden juristischen Konsequenzen gegenüber den Verantwortlichen zu ziehen und vor allem dabei, Aufklärungsarbeit zu leisten“, erläutert Auschra das Vorgehen.<br>  </p><p><strong>Bund der Freien Waldorfschulen e.V. </strong><br> Die derzeit 253 deutschen Waldorfschulen haben sich zum Bund der Freien Waldorfschulen e.V. (BdFWS) mit Sitz in Stuttgart zusammengeschlossen, wo 1919 die erste Waldorfschule eröffnet wurde. In Deutschland besuchen 90.500 Schüler:innen eine Waldorfschule. Siehe auch <a href="https://www.waldorfschule.de/" target="_blank" rel="noreferrer">waldorfschule.de</a>.</p><p><strong>Kontakt:</strong> Presse- und Öffentlichkeitsarbeit im Bund der Freien Waldorfschulen e.V., pr[at]waldorfschule.de.</p>]]>
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                    <pubDate>Tue, 28 Mar 2023 14:22:11 +0200</pubDate>
                    <title>Waldorfschulen: Demokratische Kultur stärken. Mitgliederversammlung beriet Projekte zu Qualitätsentwicklung und Lehrerkräftegewinnung  </title>
                    <link>https://waldorf.lichtflut.eu/artikel/waldorfschulen-demokratische-kultur-staerken-mitgliederversammlung-beriet-projekte-zu-qualitaetsentwicklung-und-lehrergewinnung</link>
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                        <![CDATA[<p><em>Mannheim/Stuttgart, 28. März 2023 (CU/NA): </em><strong><em>Lehrerkräftegewinnung, Qualitätsentwicklung und Demokratiekultur an den Schulen waren die großen Themen der Mitgliederversammlung des Bundes der Freien Waldorfschulen (BdFWS) am 17./18. März in Mannheim. Außerdem wurde ein neuer Haushalt verabschiedet, er umfasst 20,2 Mio EUR, 15,4 Mio EUR davon fließen in die Waldorflehrer:innenbildung an 37 Ausbildungsstätten. Dies entspricht einer Steigerung um 3 Prozent gegenüber dem letzten Haushalt. </em>  </strong></p><p>Mit einer groß angelegten Kampagne will der BdFWS ab Juni neue Lehrer:innen für die 253 Waldorfschulen in Deutschland gewinnen. Jährlich sind dort 900 Stellen neu zu besetzen. „Es sind aber nicht nur die Waldorfschulen, bei denen Nachwuchskräfte fehlen – das gilt genauso für die Kindergärten, die Anthroposophische Gesellschaft und die Medizin“, betonte BdFWS-Sprecherin Nele Auschra in ihrem Bericht vor den Mitgliedern. Proaktiv und konstruktiv wolle der BdFWS die Anliegen der Schulbewegung in die Öffentlichkeit bringen und so das Interesse der jungen Generation wecken. Auch die sozialen Medien und Plattformen wie Instagram sollen noch stärker einbezogen werden. Die Kampagne hat eine eigene Homepage (<a href="http://www.waldorf-zukunft.de/" target="_blank" rel="noreferrer">waldorf-zukunft.de</a>).</p><p>Eine bedeutende Rolle, so wurde in Vorstandsberichten und Diskussionen deutlich, spielt dabei auch die Qualitätsentwicklung, die mit verschiedenen Projekten umgesetzt wird unter der gemeinsamen Überschrift „Wo Waldorf draufsteht, soll auch Waldorf drin sein“. So wurden Themenfelder der Schulentwicklung identifiziert, mit denen jetzt in den Schulen weitergearbeitet werden kann. In diesen Zusammenhang gehört auch das Schutzkonzept hinsichtlich Gewaltprävention und sexuellem Missbrauch, zu dem sich die Schulen im Beschluss vom Mai 2022 verpflichtet hatten.</p><p>Vorstandsmitglied Friederike Gläsener wies auf die große Bereitschaft der Schulen hin, den Beschluss umzusetzen. Insgesamt seien 205 fertige Schutzkonzepte beim BdFWS eingegangen, für die noch fehlenden gebe es einen Zeitrahmen der Fertigstellung. „Das Wichtige dabei ist der Bewusstseinsprozess, der durch den Beschluss in Gang gekommen ist,“ betonte Gläsener. Kollegien und Elternschaft seien jetzt wacher gegenüber der Problematik, klare Strukturen der Verantwortlichkeit würden geschaffen, die allen Beteiligten im Krisenfall mehr Sicherheit böten.</p><p>Eine Herausforderung sieht der Vorstand des BdFWS in den Nachwirkungen der Corona-Pandemie, die an einigen wenigen Waldorfschulen für das Auftreten irritierender Haltungen gesorgt hatte. Hier gelte es nach wie vor wachsam zu sein, insbesondere gegenüber dem Versuch von Vertretern rechten Gedankenguts, an den Schulen anzudocken und ihre Intentionen dort umzusetzen. „Das Bewusstsein ist auch hier größer geworden,“ so Wilfried Bialik, „aber die Schulen brauchen dabei noch mehr Unterstützung – auch über den Arbeitskreis Offene Gesellschaft des BdFWS hinaus“.</p><p>Vor diesem Hintergrund wurde ein Projekt „Demokratische Kultur an Waldorfschulen“ ins Leben gerufen. Es soll mithelfen, die demokratische Kultur an den Schulen zu stärken und „ein Bewusstsein dafür schaffen, wie Versuche völkisch-nazistischer Vereinnahmung und neurechte Narrative erkannt und abgewehrt werden können“, wie Vorstandsmitglied Hans Hutzel betonte. Dazu gäbe es immer wieder Anfragen von Schulen. Deswegen will der BdFWS im Rahmen des Projekts auch eine koordinierende Stelle einrichten, die von der Mitgliederversammlung gebilligt wurde.<br>  </p><p><strong>Bund der Freien Waldorfschulen e.V. </strong><br> Die derzeit 253 deutschen Waldorfschulen haben sich zum Bund der Freien Waldorfschulen e.V. (BdFWS) mit Sitz in Stuttgart zusammengeschlossen, wo 1919 die erste Waldorfschule eröffnet wurde. In Deutschland besuchen 90.500 Schüler:innen eine Waldorfschule. Siehe auch <a href="https://www.waldorfschule.de/" target="_blank" rel="noreferrer">waldorfschule.de</a>.</p>]]>
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                    <pubDate>Mon, 13 Mar 2023 17:11:29 +0100</pubDate>
                    <title>Für einen Nationalen Bildungsgipfel: Breiter Appell an Bundeskanzler und Länderchef:innen</title>
                    <link>https://waldorf.lichtflut.eu/artikel/fuer-einen-nationalen-bildungsgipfel-breiter-appell-an-bundeskanzler-und-laenderchefinnen</link>
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                        <![CDATA[<p>Der Bund der Freien Waldorfschulen unterzeichnet gemeinsamen Appell an die Verantwortlichen im deutschen Bildungssystem anlässlich des Bildungsgipfels am 14. März 2023. Darin wird die Einrichtung eines „Nationalen Bildungsgipfels“ gefordert, der alle relevanten Akteur:innen in der Bildung an einen Tisch bringen soll. Nur wenn Vertreter:innen aus der Bundes-, Landes- und Kommunalpolitik, aus Wirtschaft, Wissenschaft, Bildungspraxis, Zivilgesellschaft sowie von Eltern und Schüler:innen zusammenkommen, könne ein grundlegender, gesamtgesellschaftlicher Reformprozess angestoßen werden.</p><p>Ein solcher Gipfel sei ein starkes Signal, Bildung endlich zur gemeinsamen Chefsache zu erklären, und einen „Neustart“ in der Bildung einzuleiten.</p><p>Nachfolgend der Text und die Liste der insgesamt 54 Unterzeichner:</p><hr><h2>Für einen Nationalen Bildungsgipfel: Breiter Appell an Bundeskanzler und Länderchef:innen</h2><p><strong><em>Leistungsdefizite, Chancenungleichheit, Pädagog:innenmangel: Die massiven Probleme im deutschen Bildungssystem verletzen die Rechte jedes einzelnen Kindes und Jugendlichen auf bestmögliche Bildung und haben Folgeschäden für die gesamte Gesellschaft. Deshalb erfordern sie politisches Handeln in gesamtstaatlicher Verantwortung. Ein breiter Kreis aus Stiftungen, Verbänden und Gewerkschaften appelliert an den Bundeskanzler und die Regierungschef:innen der Länder, mit einem Nationalen Bildungsgipfel einen grundlegenden Reformprozess im Bildungswesen einzuleiten.</em></strong></p><p>14. März 2023. Die Lösung der massiven Probleme im deutschen Bildungssystem duldet keinen weiteren Aufschub. Aus dieser Überzeugung heraus richtet ein breiter Kreis aus Stiftungen, Verbänden und Gewerkschaften einen gemeinsamen Appell an alle Verantwortlichen in der Politik. Anlass ist der heutige Bildungsgipfel am Rand der Bildungsforschungstagung des Bundesbildungsministeriums, der mit Blick auf Format, Vorbereitung, Agenda und Teilnehmende der Dimension der Herausforderung nach Ansicht der Unterstützer:innen des Appells nicht gerecht wird. „Es ist höchste Zeit, dass Bundeskanzler Olaf Scholz und die Regierungschef:innen der Bundesländer einen echten Nationalen Bildungsgipfel einberufen. Dieser Gipfel sollte alle relevanten Akteur:innen in der Bildung an einen Tisch bringen und den Auftakt zu einem grundlegenden, gesamtgesellschaftlichen Reformprozess markieren, um einen Neustart in der Bildung einzuleiten“, appellieren die Unterstützer:innen.</p><p>Die Alarmsignale sind längst unverkennbar und zeigen sich bereits in der frühen Bildungsphase: Bundesweit fehlen Hunderttausende KitaPlätze, zudem können viele Kitas aufgrund einer nicht kindgerechten Personalausstattung ihren Bildungsauftrag nicht mehr erfüllen. An den Grundschulen wiederum gehen die Leistungen seit Jahren zurück, vor allem in den Basiskompetenzen Lesen, Schreiben, Zuhören und Rechnen. Auch an den weiterführenden Schulen sinkt das Leistungsniveau auf allen Ebenen dramatisch. Der Anteil der Jugendlichen ohne Schulabschluss bleibt hoch. Zugleich wächst die Zahl junger Menschen, die im Berufsleben den Anschluss verlieren: Mehr als eine halbe Million junge Erwachsene zwischen 20 und 34 Jahren gehen weder einer Arbeit noch einer schulischen oder beruflichen Ausbildung nach. Neben individuellen Risiken erwachsen daraus auch soziale und wirtschaftliche Belastungen für die Gesellschaft. Ein Kernproblem deutscher Bildungspolitik bleibt über alle Bildungsstufen hinweg ungelöst: Bildungserfolge hängen hierzulande noch immer zu stark von der sozialen Herkunft ab. Auf diese Weise werden die Chancen und Rechte von Kindern und Jugendlichen beschnitten und Begabungen vergeudet.</p><p><strong>Strukturelle Probleme angehen: Fachkräftemangel, Finanzierung, Steuerung</strong></p><p>Obwohl sich alle Beteiligten viel Mühe geben: Dem Bildungssystem gelingt es immer weniger, die Fehlentwicklungen zu korrigieren. Das liegt zum einen am massiven Mangel an Lehrer:innen und pädagogischen Fachkräften, der sich in den kommenden Jahren noch zu verschärfen droht. Darunter leiden nicht nur die Verfügbarkeit und Qualität der Bildungsangebote an Schulen und Kitas, sondern auch das vorhandene Personal. Die steigende Arbeitsbelastung, insbesondere durch nichtpädagogische Aufgaben, mindert die Attraktivität der Berufsbilder und schreckt künftige Nachwuchskräfte ab. Die Engpässe haben auch Folgen für die Wirtschaft: Fehlende Plätze in Kitas und der Ganztagsförderung von Grundschüler:innen erschweren die Vereinbarkeit von Familie und Beruf, während häufiger Unterrichtsausfall die Vermittlung grundlegender Kompetenzen für die Fachkräfte von morgen behindert.</p><p>Ein weiteres Problem stellt die Finanzierung des Bildungssystems dar. Sie ist häufig weder auskömmlich noch sozial gerecht. Gerade im Bereich der außerschulischen Angebote ist das Geld zu knapp und nicht langfristig zugesichert. Zudem werden Gelder noch immer zu oft nach dem Gießkannenprinzip verteilt, anstatt sie gezielt dort einzusetzen, wo sie am meisten bewirken können.</p><p>Schließlich behindert die Struktur des Bildungssystems selbst Anpassungen und Reformen. Die unsystematische Verflechtung der politischen Ebenen erfordert komplexe Abstimmungen, sowohl zwischen Bund, Ländern, Kommunen und den jeweils beteiligten Ressorts, als auch mit den Trägern. Wohin das führt, zeigen zum Beispiel die zähe Umsetzung des Digitalpakts, der schleppende Ausbau des Ganztagsangebots für Grundschulkinder, die stagnierende Inklusion oder das Fehlen bundesweiter Qualitätsstandards in vielen Bereichen. Gefragt ist eine neue Kultur der Bildungszusammenarbeit zwischen Bund, Ländern und Kommunen, wie sie der Koalitionsvertrag in Aussicht gestellt hat.</p><p><strong>Es braucht eine Initialzü</strong><strong>n</strong><strong>dung auf den höchsten politischen Ebenen</strong></p><p>Allerdings lässt es die Dringlichkeit der Probleme nicht zu, auf eine Neuordnung der kommunalen und föderalen Zuständigkeiten zu warten. Die Missstände im Bildungswesen reichen weit über Kitas und Schulen hinaus. Sie gefährden sowohl die Chancen und Rechte jedes einzelnen jungen Menschen als auch die Zukunft unserer Wirtschaft, Gesellschaft und Demokratie. Bildung soll den jungen Menschen in ihrer persönlichen Entwicklung helfen und Orientierung bieten. Sie soll es ihnen ermöglichen, ein selbstbestimmtes Leben zu führen, an der Gesellschaft teilzuhaben und diese mitzugestalten. Sie soll ihnen die Kompetenzen vermitteln, um in der immer komplexeren Arbeitswelt ihren Platz zu finden. Bildung ist die Grundlage für wirtschaftlichen Wohlstand, Innovationskraft und die Zukunftsfähigkeit unserer demokratischen Gesellschaft. Daher ist es erforderlich, jetzt die Weichen für ein leistungsfähigeres, begabungs- und chancengerechteres Bildungssystem zu stellen.</p><p>Um den dringend benötigten Reformprozess herbeizuführen, braucht es eine Initialzündung auf den höchsten politischen Ebenen. Ein Nationaler Bildungsgipfel wäre das starke Signal, die Bildung endlich zur gemeinsamen Chef:innensache zu erklären. Der Bundeskanzler und die Regierungschef:innen der Länder haben das nötige Gewicht, um gemeinsam mit den Bildungs-, Wissenschafts- und Jugendminister:innen von Bund und Ländern, Vertreter:innen aus der Bundes-, Landes- und Kommunalpolitik, aus Wirtschaft, Wissenschaft, Bildungspraxis, Zivilgesellschaft sowie von Eltern und Schüler:innen zusammenzubringen. Der Nationale Bildungsgipfel sollte den Auftakt zu einem kontinuierlichen Dialog und Reformprozess mit gemeinsamen Arbeitsstrukturen markieren. Dabei müssen sich alle relevanten Akteur:innen auf gemeinsame Ziele sowie geeignete Maßnahmen verbindlich einigen und darauf hinwirken, diese in gesamtgesellschaftlicher Verantwortung pragmatisch, lösungsorientiert und entschlossen umzusetzen. Denn nur mit vereinten Kräften kann der Neustart in der Bildung als elementare Voraussetzung für die Zukunftsfähigkeit Deutschlands gelingen.</p><p><strong>Den Appell unterstü</strong><strong>t</strong><strong>zen:</strong></p><ul> <li>Alfred Toepfer Stiftung F.V.S.</li> <li>Allgemeiner Schulleitungsverband Deutschlands (ASD)</li> <li>Arbeitsgemeinschaft der deutschen Familienorganisationen (AGF) e.V.</li> <li>Arbeitsgemeinschaft für Kinder und Jugendhilfe – AGJ</li> <li>Bertelsmann Stiftung</li> <li>BöfAE e.V. (Bundesarbeitsgemeinschaft öffentlicher und freier Ausbildungsstätten für Erzieherinnen und Erzieher)</li> <li>Bund der Freien Waldorfschulen e.V.</li> <li>Bundeselternnetzwerk der Migrantenorganisationen für Bildung amp Teilhabe (bbt)</li> <li>Bundeselternrat</li> <li>Bundesverband der Kita und Schulfördervereine e.V.</li> <li>Bundesverband der Lehrkräfte für Berufsbildung e.V. (BvLB)</li> <li>Der Kinderschutzbund Bundesverband e.V.</li> <li>Deutsche Kinder und Jugendstiftung</li> <li>Deutsche Liga für das Kind e.V.</li> <li>Deutsche Telekom Stiftung</li> <li>Deutscher Caritasverband</li> <li>Deutscher Gewerkschaftsbund (DGB)</li> <li>Deutscher Lehrerverband</li> <li>Deutsches Kinderhilfswerk e.V.</li> <li>Deutsches Komitee für UNICEF e.V.</li> <li>Diakonie Deutschland</li> <li>Dieter Schwarz Stiftung</li> <li>Dieter von Holtzbrinck Stiftung GmbH</li> <li>Gemeinnützige Gesellschaft Gesamtschule – Verband für Schulen des gemeinsamen Lernens e.V. (GGG)</li> <li>Gewerkschaft Erziehung und Wissenschaft (GEW)</li> <li>Grundschulverband e.V.</li> <li>Heraeus Bildungsstiftung</li> <li>Karg-Stiftung</li> <li>Kita-FachkräfteVerband Hessen e.V.</li> <li>Kita-Fachkräfteverband Niedersachsen-Bremen e.V.</li> <li>komba gewerkschaft</li> <li>Körber-Stiftung</li> <li>Landesverband Sozialpädagogischer Fachkräfte Berlin e.V.</li> <li>National Coalition Deutschland – Netzwerk zur Umsetzung der UN-Kinderrechtskonvention e.V.</li> <li>Reinhard Mohn Stiftung</li> <li>Robert Bosch Stiftung</li> <li>Schöpflin Stiftung</li> <li>SOS-Kinderdorf e.V.</li> <li>Stifterverband für die Deutsche Wissenschaft e.V.</li> <li>Stiftung Bildung</li> <li>Stiftung Haus der kleinen Forscher</li> <li>Unternehmerstiftung für Chancengerechtigkeit</li> <li>Verband Deutscher Privatschulverbände e.V. – Bildungseinrichtungen in freier Trägerschaft</li> <li>Verband für Kitafachkräfte NRW e.V.</li> <li>Verband Kita-Fachkräfte BadenWürttemberg</li> <li>Verband KitaFachkräfte Bayern e.V.</li> <li>Verband KiTa-Fachkräfte RheinlandPfalz</li> <li>Verband Kitafachkräfte Saar</li> <li>Verband Sonderpädagogik e.V.</li> <li>Vereinte Dienstleistungsgewerkschaft – ver.di</li> <li>Vodafone Stiftung Deutschland</li> <li>Wübben Stiftung</li> <li>ZEIT-Stiftung Ebelin und Gerd Bucerius</li> <li>Zentralwohlfahrtsstelle der Juden in Deutschland</li> </ul>]]>
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                    <pubDate>Fri, 10 Mar 2023 17:14:33 +0100</pubDate>
                    <title>Freie Schulen: Mehr Weltanschauungen, bitte! Podiumsdiskussion zur Vielfalt in der Bildungslandschaft  </title>
                    <link>https://waldorf.lichtflut.eu/artikel/freie-schulen-mehr-weltanschauung-bitte-podiumsdiskussion-zur-vielfalt-in-der-bildungslandschaft</link>
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                        <![CDATA[<p><em>Stuttgart, 10. März 2023 (MR/BB): <strong>Mut zu mehr Weltanschauung – im Sinne einer pluralistischen, demokratischen Gesellschaft. So könnte das Fazit einer Podiumsdiskussion im Rahmen der didacta Bildungsmesse anlässlich der aktuellen Dokumentation „ARD Wissen, Frank Seibert in der Waldorfschule“ lauten. Proaktiv luden die Landesarbeitsgemeinschaft der Freien Waldorfschulen in Baden-Württemberg und der Bund der Freien Waldorfschulen im Nachgang der Sendung zum presse-öffentlichen Gespräch und stellten sich damit den Fragen der Öffentlichkeit.  </strong></em></p><p>„Bildung an sich ist doch Auseinandersetzung mit Weltanschauungen“ so Christina Metke, Sprecherin der Arbeitsgemeinschaft Freier Schulen Baden-Württemberg. Es sei geradezu erforderlich, dass sich Menschen zu Weltanschauung bekennen, um in einer demokratischen Gesellschaft leben zu können. Wichtig sei dabei zu wissen, dass sich alle Schulen in freier Trägerschaft selbstverständlich dem Beutelsbacher Konsens verpflichtet haben. „Es ist elementar für die Vermittlung von Werten, wenn diese vielfältig sind und nicht dogmatisch. Schulen in freier Trägerschaft haben den Auftrag, Vielfalt in die Bildungslandschaft zu tragen und diese lebendig zu halten“, fordert Metke. Umso wichtiger, diese mit den staatlichen Schulen gleichzustellen: „In einem wirklich gerechten System folgt das Geld dem Kind. Es trägt dieses im Rucksack und ob es sich dann eine freie KiTa, eine Waldorfschule oder eine staatliche Realschule aussucht bleibt ihm überlassen“, skizziert Metke das holländische Modell der Schulfinanzierung.</p><p>Schulen in freier Trägerschaft, wie alle sogenannten Ersatzschulen, leisten nicht nur einen elementaren Beitrag zu einer demokratischen Bildung und Stärkung unserer pluralistischen Gesellschaft, sondern entlasten finanziell den Staat. Die Möglichkeit der Eltern, sich eine freie Schule für ihre Kinder zu wählen, führt zu einer Art Qualitätssicherung durch Kundenzufriedenheit. Denn wenn Eltern mit der Schule ihrer Kinder nicht zufrieden seien, verließen sie diese einfach wieder – diese Freiheit gibt es an öffentlichen Schulen so nicht, sagt Christoph Sander, geschäftsführender Vorstand der Landesarbeitsgemeinschaft der Freien Waldorfschulen Baden-Württemberg.</p><p>Zur Frage, welche Rolle die Anthroposophie in der Frage der Lehrer:innenausbildung spielt, regt Prof. Jost Schieren, Dekan der Alanus Hochschule Alfter an, dass die „Anthroposophie als ein Tool für gute Waldorfpädagogik“ verstanden werden kann. Der diskursive Umgang mit den Grundlagen von Pädagogik führe zu lebendiger Pädagogik, die weltweit über Religions- und Kulturgrenzen hinweg funktioniere, stellt Schieren fest.</p><p>Die Lehrer:innenbildung sei insofern eine wissenschaftliche Ausbildung, als Waldorfpädagogik in akkreditierten Studiengängen unterrichtet werde und ein Hochschulabschluss in der Oberstufe selbstverständlich sei, führt Ulrike Hans, Dozentin an der Freien Hochschule Stuttgart, weiter aus.</p><p>Zudem unterliegen nach Schieren auch Waldorflehrende selbstverständlich der Schulaufsicht und sind verpflichtend alle staatlich genehmigt. Schieren betont, dass es „keine Lehrkraft an einer Waldorfschule gibt, die nicht durch ein Bundesland die Lehrgenehmigung erhalten hat“. Dass nicht alle Lehrkräfte ein Hochschulstudium vorweisen, erklärt sich vielmehr aus dem breit aufgestellten Fächerangebot an einer Waldorfschule. Ein Schreiner müsse die hohe Fachkompetenz aus seiner Ausbildung nachweisen, ergänzte Hans.</p><p>Letztendlich zeigten sich die Podiumsteilnehmer:innen erfreut über die differenzierte Berichterstattung. Kritische Auseinandersetzung ist ein entscheidendes Element und die Basis unserer Demokratie, zu der Schulen in freier Trägerschaft einen großen Teil beitragen.</p><p>Waldorfschulen präsentieren sich vom 07.-11.03.2023, in Halle 7, Stand C70 auf der diesjährigen didacta in Stuttgart. Weitere Infos und Programm: <a href="https://www.waldorfschule.de/fileadmin/downloads/termine/Didacta_2023.pdf" target="_blank" rel="noreferrer">waldorfschule.de</a>.<br>  </p><p><strong>Bund der Freien Waldorfschulen e.V. </strong><br> Die derzeit 253 deutschen Waldorfschulen haben sich zum Bund der Freien Waldorfschulen e.V. (BdFWS) mit Sitz in Stuttgart zusammengeschlossen, wo 1919 die erste Waldorfschule eröffnet wurde. In Deutschland besuchen 90.500 Schüler:innen eine Waldorfschule. Siehe auch <a href="https://www.waldorfschule.de/" target="_blank" rel="noreferrer">waldorfschule.de</a>.</p><p><strong>Kontakt:</strong> Presse- und Öffentlichkeitsarbeit im Bund der Freien Waldorfschulen e.V., pr[at]waldorfschule.de.</p>]]>
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                    <pubDate>Wed, 01 Mar 2023 14:33:21 +0100</pubDate>
                    <title>Pädagogik im Angesicht von Digitalität und Globalisierung. didacta 2023 in Stuttgart: Waldorfschulen geben Antworten auf die aktuellen Herausforderungen</title>
                    <link>https://waldorf.lichtflut.eu/artikel/paedagogik-im-angesicht-von-digitalitaet-und-globalisierung-didacta-2023-in-stuttgart-waldorfschulen-geben-antworten-auf-die-aktuellen-herausforderungen</link>
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                        <![CDATA[<p><em>Berlin, 1. März 2023 (NA): <strong>Ein gesundes Aufwachsen in der von digitalen Medien geprägten, globalisierten Welt – das wollen Waldorfschulen ermöglichen. Auf der Bildungsmesse präsentieren sie zum Auftakt am 7. März mit Vorträgen und Aufführungen, wie das im Schulalltag verwirklicht werden kann.    </strong></em></p><p>Das Herzstück jeder Schule sind ihre Schülerinnen und Schüler. Deshalb sind sie auf dem diesjährigen Messestand der Waldorfschulen während der didacta in Stuttgart täglich präsent und geben Einblicke in ihren Schulalltag durch Aufführungen, kurze Beiträge und Filme. Zusammen mit Studierenden und Lehrkräften stehen sie außerdem als Ansprechpartner:innen am Stand bereit.</p><p>Am ersten Messetag (Dienstag, 7. März) geht es zunächst um die aktuell drängendste Herausforderung für Lehrkräfte und Eltern: Wie können wir junge Menschen bestmöglich auf unsere komplexe, digitalisierte und sich wandelnde Welt vorbereiten? Vortragende der Freien Hochschule Stuttgart aus dem Fachbereich Medienpädagogik zeigen auf, welche Unterrichtsimpulse die digitalen Kompetenzen und die Mündigkeit im Umgang mit den Medien fördern.</p><p>Dann kommen ältere Schüler:innen selbst zu Wort und geben in kurzen Impulsbeiträgen einen Einblick, wie sie das Thema Globalisierung beschäftigt. An der Waldorfschule Silberwald in Stuttgart wird Wirtschaftsgeschichte und Globalisierung in Klassen 11 und 12 gelehrt mit Themenschwerpunkten Geschichte, Wirtschaft, Umwelt, Klima und Sozialpolitik. Ein Modell, das zur Nachahmung anregen soll, und in welches auch ein Film am Stand Einblicke gibt.</p><p>Waldorfschulen präsentieren sich vom 07.-11.03.2023, in Halle 7, Stand C70 auf der diesjährigen didacta in Stuttgart. Weitere Infos und Programm: <a href="https://www.waldorfschule.de/fileadmin/downloads/termine/Didacta_2023.pdf" target="_blank" rel="noreferrer">waldorfschule.de</a>.</p><p><br> <strong>Bund der Freien Waldorfschulen e.V. </strong><br> Die derzeit 253 deutschen Waldorfschulen haben sich zum Bund der Freien Waldorfschulen e.V. (BdFWS) mit Sitz in Stuttgart zusammengeschlossen, wo 1919 die erste Waldorfschule eröffnet wurde. In Deutschland besuchen 90.500 Schüler:innen eine Waldorfschule. Siehe auch <a href="https://www.waldorfschule.de/" target="_blank" rel="noreferrer">waldorfschule.de</a>.</p><p><strong>Kontakt:</strong> Presse- und Öffentlichkeitsarbeit im Bund der Freien Waldorfschulen e.V., pr[at]waldorfschule.de.</p>]]>
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                    <pubDate>Thu, 23 Feb 2023 14:43:57 +0100</pubDate>
                    <title>Künstlerisch den Unterricht gestalten. didacta 2023 in Stuttgart: Waldorfschulen zeigen die kreativen und selbstbestimmten Seiten des Lehrer:innenberufs</title>
                    <link>https://waldorf.lichtflut.eu/artikel/kuenstlerisch-den-unterricht-gestalten-didacta-2023-in-stuttgart-waldorfschulen-zeigen-die-kreativen-und-selbstbestimmten-seiten-des-lehrerinnenberufs</link>
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                        <![CDATA[<p><em>Berlin, 23. Februar 2023 (NA): <strong>Lehrkräfte verdienen Wertschätzung und Anerkennung – und einen Arbeitsplatz, an dem sie ihre Kreativität weitestmöglich selbstbestimmt einbringen können. Waldorfschulen nutzen ihren Messeauftritt auf der Bildungsmesse </strong></em><strong>didacta <em>vom 7. - 11. März 2023</em></strong><strong>,<em> um die vielfältigen Aspekte und Möglichkeiten des Unterrichtens zu zeigen.</em></strong></p><p>Die künstlerisch-handwerkliche Bildung ist elementarer Bestandteil der Waldorfpädagogik. So erhalten Waldorflehrerinnen und Waldorflehrer bereits in ihrer Aus- oder Weiterbildung die Gelegenheit, ihre kreativen Potenziale zu erkennen und auszuschöpfen. Dies befähigt sie, ihren Schüler:innen schnell, empathisch und situativ ganz unterschiedlich Orientierung geben zu können und so individuelle Entwicklung – nicht nur den jungen Menschen, sondern auch sich selbst – zu ermöglichen.</p><p>Doch nicht nur das Künstlerische im täglichen Tun steht im Mittelpunkt des Messeprogramms. Auch die aktuellen Fragen der Didaktik und Methodik werden in zahlreichen Vorträgen thematisiert. Zum Beispiel, welche Antworten die Waldorfpädagogik auf die aktuellen Herausforderungen in der Umwelt-, Demokratie- und Medienbildung hat.</p><p>Gerade zur Medienbildung liegt dank der Arbeit des von Tessin-Lehrstuhls für Medienpädagogik an der Freien Hochschule Stuttgart reichlich Material für die Aus- und Weiterbildung als Lehrkraft für Medienpädagogik bereit. Besucher können sich durch Vorträge und Gespräche am Stand ein Bild davon machen. Ökologische Bildung durchzieht von Anfang an die Waldorfpädagogik, gibt es doch an Waldorfschulen ein eigenes Fach „Gartenbau“ sowie zahlreiche Praktika als Bestandteil des Curriculums. So wundert es nicht, dass das Projekt <em>Co2ero,</em> das Schulen in freier Trägerschaft zur Klimaneutralität begleitet, von ehemaligen Waldorfschüler:innen ins Leben gerufen wurde. Demokratische Formen des Zusammenseins durchziehen das Lernen, Leben und Arbeiten in einer Waldorfschule: Im Gespräch mit den jungen Kolleg:innen und Studierenden am Stand können Besucher:innen die Vorteile und Herausforderungen einer selbstverantwortlichen Schulverwaltung direkt kennenlernen.</p><p>Waldorfschulen präsentieren sich vom 07.-11.03.2023, in Halle 7, Stand C70 auf der diesjährigen didacta in Stuttgart. Weitere Infos und Programm: <a href="https://www.waldorfschule.de/fileadmin/downloads/termine/Didacta_2023.pdf" target="_blank" rel="noreferrer">waldorfschule.de</a>.<br>  </p><p><strong>Bund der Freien Waldorfschulen e.V. </strong><br> Die derzeit 253 deutschen Waldorfschulen haben sich zum Bund der Freien Waldorfschulen e.V. (BdFWS) mit Sitz in Stuttgart zusammengeschlossen, wo 1919 die erste Waldorfschule eröffnet wurde. In Deutschland besuchen 90.500 Schüler:innen eine Waldorfschule. Siehe auch <a href="https://www.waldorfschule.de/" target="_blank" rel="noreferrer">waldorfschule.de</a>.</p><p><strong>Kontakt:</strong> Bund der Freien Waldorfschulen e.V., Öffentlichkeitsarbeit | Kommunikation, pr[at]waldorfschule.de.</p>]]>
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                    <pubDate>Fri, 17 Feb 2023 09:25:29 +0100</pubDate>
                    <title>„Weltoffen, kreativ und einladend“ Waldorfschulen schärfen ihr Profil – Reaktion auf Kritiken</title>
                    <link>https://waldorf.lichtflut.eu/artikel/weltoffen-kreativ-und-einladend-waldorfschulen-schaerfen-ihr-profil-reaktion-auf-kritiken</link>
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                        <![CDATA[<p><em>Berlin, 17. Februar 2023 (CU/NA): </em><strong><em>Mehr Offenheit, mehr Dialog und mehr Transparenz in den Schulgemeinschaften – so lautete das wichtigste Fazit der diesjährigen Delegiertenkonferenz des Bundes der Freien Waldorfschulen Ende Januar in Berlin.  </em></strong></p><p>Vorstandssprecherin Nele Auschra sieht in der Selbstreflexion eine Notwendigkeit für die Zukunftsfähigkeit der Waldorfschulen: „Abwertung der Wissenschaft, unlebendige, wortwörtliche Auslegung von Rudolf Steiner, dem Gründer der ersten Waldorfschule 1919, und der Waldorfklassenraum als Blackbox – das alles passt nicht zu einer zeitgemäßen Pädagogik, für die wir in der Welt stehen und wirken wollen.“</p><p>Die Konferenz fand ganz im Zeichen der Auseinandersetzung mit den kritischen Berichten statt, die in den vergangenen Wochen und Monaten in verschiedenen Medien zu den Waldorfschulen und zum Werk von Rudolf Steiner als Grundlage der Waldorfpädagogik veröffentlicht worden waren.</p><p>„Anthroposophie ist keine Glaubenslehre und kein Bekenntnis“, unterstrich Prof. Jost Schieren, Dekan des Fachbereichs Erziehungswissenschaft an der Alanus Hochschule, Alfter. Waldorfschule heute stehe für eine humanistische Pädagogik, ihre stärkste Qualität liege darin, „die Kinder ernst zu nehmen“, betonte Schieren. An der Qualität dieser Arbeit müssten sich die Waldorfschulen messen lassen, der pädagogische Prozess sei immer zu hinterfragen, ob seine Inhalte noch zeitgemäß seien. „Kritik ist dabei willkommen“. Diese müsse aber auch die selbstkritischen Diskussionen im Bund der Freien Waldorfschulen (BdFWS) mit einbeziehen.</p><p>Ein Beispiel dafür lieferte Prof. Michael Zech, Geschichtsdidaktiker an der Alanus Hochschule, mit seiner Darstellung der Kulturgeschichte im Lehrplan der Waldorfschulen. Durch den Progressionsgedanken, wie er von Steiner vertreten wurde, entstünden problematische Narrative, da er zu einer Hierarchisierung der Kulturen führe und Hochkultur vor allem eurozentristisch verortete, betonte er. Von der Kritik werde zurecht hier „der Finger in die Wunde“ gelegt. Zur Modernisierung des Geschichtslehrplans wird zurzeit ein umfassendes Projekt mit der Pädagogischen Forschungsstelle des BdFWS durchgeführt.</p><p>Prof. Tomáš Zdražil von der Freien Hochschule Stuttgart sah in der Internationalität der Waldorfschulbewegung ein wichtiges Korrektiv. Die Feierlichkeiten zum Jubiläum <em>Waldorf100</em> im Jahr 2019 hätten Zeichen gesetzt:  so „weltoffen, kreativ, einladend“ müsse die Ausstrahlung der Waldorfschule sein, betonte Zdražil. Er forderte auch, sich mehr auf die Notwendigkeiten der Gegenwart zu beziehen, dies entspräche dem Gründungsimpuls der Waldorfschule in der Krisenzeit nach dem 1.Weltkrieg. Hier habe die Waldorfbewegung vieles zu bieten, z. B. mit ihrer interkulturellen und inklusiven Pädagogik, der Salutogenese oder der Traumapädagogik. Auch der transdisziplinäre Gedanke, das Zusammenwirken der Pädagogik mit Medizin und ökologischer Landwirtschaft sei zukunftsweisend. „Diese Zusammenarbeit wäre eigentlich in der ganzen Gesellschaft notwendig“, betonte Zdražil.</p><p>Arbeitsgruppen und Podiumsdiskussionen der Konferenz befassten sich ebenfalls mit dem Thema, u.a. mit der Rezeption des Werks von Rudolf Steiner. Auch hier wurde vor allem eine differenzierte, historisierende Behandlung angemahnt.   </p><p> </p><p><strong>Bund der Freien Waldorfschulen e.V. </strong><br> Die derzeit 253 deutschen Waldorfschulen haben sich zum Bund der Freien Waldorfschulen e.V. (BdFWS) mit Sitz in Stuttgart zusammengeschlossen, wo 1919 die erste Waldorfschule eröffnet wurde. In Deutschland besuchen 90.500 Schüler:innen eine Waldorfschule. Siehe auch <a href="https://www.waldorfschule.de/" target="_blank" rel="noreferrer">waldorfschule.de</a>.</p><p><strong>Kontakt:</strong> Presse- und Öffentlichkeitsarbeit im Bund der Freien Waldorfschulen e.V., pr[at]waldorfschule.de.</p>]]>
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                    <pubDate>Tue, 31 Jan 2023 12:01:59 +0100</pubDate>
                    <title>Geschichtsunterricht in der Einwanderungsgesellschaft – Waldorfschulen aktualisieren ihren Lehrplan</title>
                    <link>https://waldorf.lichtflut.eu/artikel/geschichtsunterricht-in-der-einwanderungsgesellschaft-waldorfschulen-aktualisieren-ihren-lehrplan</link>
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                        <![CDATA[<p><em>Berlin, 31. Januar 2023 (NA): </em><strong><em>Globale Vernetzung verstehen, kosmopolitisch denken, Veränderung konstruktiv begegnen und Diversität schätzen – wir Menschen sind aktuell nicht nur in der Bewältigung der ökologischen und geopolitischen Krise gefordert. Wir müssen noch dazu unsere Beziehungen untereinander täglich auf den Prüfstand stellen und um den Fortbestand unserer Demokratie ringen. Waldorfschulen sind sich sicher, dass insbesondere ein radikal moderner Geschichtsunterricht die dafür notwendigen Voraussetzungen schafft.</em></strong></p><p>Der Rahmenlehrplan der Waldorfschulen wird kontinuierlich aktualisiert, neue Perspektiven werden aufgegriffen und eingearbeitet. Die Fachgruppe Geschichtsunterricht der Lehrplankommission fordert in diesem Zusammenhang aktuell außerdem eine grundsätzliche Überarbeitung: „Geschichte darf nicht verwechselt werden mit Informationen über Vergangenes. Sowohl in der Mittel- als auch in der Oberstufe muss der Geschichtsunterricht Antworten auf die Frage geben: ‚Was hat das mit mir zu tun, was hat das mit heute zu tun?‘“, führt Prof. Dr. Michael Zech, Historiker und Kulturwissenschaftler an der Alanus Hochschule, aus. Die tradierten Narrative der Europäer hätten ausgedient. „Das Unterrichtsfach Geschichte muss potenziell alle Perspektiven in den Blick nehmen, ‚Geschichte‘ muss enthierarchisiert und dekolonisiert werden, und die Schüler:innen sollen befähigt werden, sich reflektierend und erzählend in ‚den Geschichten‘ zu orientieren“, so Zech weiter. Ein gut gemachter Geschichtsunterricht bereite demzufolge auf ein Leben unter globalen und interkulturellen Bedingungen vor und bilde eine entscheidende Grundlage für die heute unabdingbare Demokratiefähigkeit.</p><p>Die Fachgruppe, gebildet aus Lehrer:innen und Dozent:innen für die Fächer Geschichte und Politik, wird zunächst alle bisherigen Hinweise des Rahmenlehrplans auf den Prüfstand stellen und modernisieren. Die überarbeiteten Inhalte sollen Waldorf-Lehrkräften und -Studierenden online zur Verfügung gestellt werden, es wird Recherche-Tools geben und Praxisbeispiele sowie Tutorials. Dabei kann auf bereits existierende Lehr-Plattformen aufgesetzt werden, die im Zusammenhang mit den hybriden Unterrichtsformen der Pandemiejahre bereits vom Bund der Freien Waldorfschulen (BdFWS) und der Pädagogischen Forschungsstelle im BdFWS erarbeitet wurden. Das Projekt soll 2025 abgeschlossen sein, erste Veröffentlichungen sind für Frühjahr 2023 geplant.</p><p>Weitere Informationen unter <a href="https://www.waldorfschule.de/paedagogik/lehrplan" target="_blank" rel="noreferrer">waldorfschule.de/paedagogik/lehrplan</a>.  </p><p><strong>Bund der Freien Waldorfschulen e.V. </strong><br> Die derzeit 253 deutschen Waldorfschulen haben sich zum Bund der Freien Waldorfschulen e.V. (BdFWS) mit Sitz in Stuttgart zusammengeschlossen, wo 1919 die erste Waldorfschule eröffnet wurde. In Deutschland besuchen 90.500 Schüler:innen eine Waldorfschule. Siehe auch <a href="https://www.waldorfschule.de/" target="_blank" rel="noreferrer">waldorfschule.de</a>.</p><p><strong>Kontakt:</strong> Presse- und Öffentlichkeitsarbeit im Bund der Freien Waldorfschulen e.V., pr[at]waldorfschule.de.</p><p> </p>]]>
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                    <pubDate>Thu, 15 Dec 2022 10:32:00 +0100</pubDate>
                    <title>Aufarbeitung und Prävention von Kindesmissbrauch: Die besondere Verantwortung und Aufgabe von Schulen in freier Trägerschaft</title>
                    <link>https://waldorf.lichtflut.eu/artikel/aufarbeitung-und-praevention-von-kindesmissbrauch-die-besondere-verantwortung-und-aufgabe-von-schulen-in-freier-traegerschaft</link>
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                        <![CDATA[<p><em>Berlin, 15. Dezember 2022 (MR/NA): </em><strong><em>Vertreterinnen vom Bund der Freien Waldorfschulen nahmen als Expertinnen aus dem Bereich Schule an Werkstattgesprächen der Aufarbeitungskommission teil.</em></strong></p><p>Die <em>Unabhängige Kommission zur Aufarbeitung sexuellen Kindesmissbrauchs</em> hat bereits zum dritten Mal Expert:innen aus dem Bereich Schule zum Gespräch eingeladen, um sich zu den Themen Sexueller Kindesmissbrauch und Aufarbeitung auszutauschen. Sexualisierte Gewalt gegenüber Kindern oder Jugendlichen wurde lange tabuisiert oder verdrängt, auch an Schulen oder anderen Kinder- und Jugend-Einrichtungen. Häufig stehen den Schmerzen der unmittelbar Betroffenen die Ängste und Verunsicherungen derjenigen gegenüber, an die sie sich hilfesuchend wenden.</p><p>Der Fokus lag dieses Mal auf Schulen in freier Trägerschaft, wie beispielsweise Waldorf-, evangelische und freie Schulen. „Im Rahmen der Gespräche wurde auch thematisiert, wo die besonderen Aufgaben der Schulen in freier Trägerschaft hinsichtlich des Kindesmissbrauchs liegen“, berichtet Eva Wörner, Vorstand im Bund der Freien Waldorfschulen und dort verantwortlich für den Bereich Gewaltprävention. Prof. Dr. Ulrike Barth, Juniorprofessorin für Inklusive Pädagogik und Heilpädagogik am Institut für Waldorfpädagogik, informierte im Zusammenhang mit einem konkreten Fall über die Notwendigkeit, sich als Institution von externen Fachkräften bei Intervention und vor allem auch Aufarbeitungsprozessen unterstützen zu lassen sowie für eine transparente Kommunikation gegenüber der Schulgemeinschaft zu sorgen. Die Kommission stellte heraus, dass für Schulen in freiere Trägerschaft „eine gewisse Selbstgenügsamkeit und Abschottung nach außen“ und „gleichzeitig die enge Bindung von Lehrerinnen und Lehrern zu Schülerinnen und Schülern, die starke Einbindung der Elternschaft in die Schulgemeinschaft sowie die Förderung charismatischer Lehrerpersönlichkeiten Risikofaktoren für Übergriffe sein können.<strong>“</strong></p><p>Der Bund der Freien Waldorfschulen (BdFWS) verpflichtet seine Schulen, ein Schutzkonzept zur Gewaltprävention bereitzustellen. Er verfügt darüber hinaus bereits über eine eigene Anlaufstelle, schult Pädagog:innen und informiert umfassend über Gewaltprävention. „Wir freuen uns, dass wir mit dem verpflichtenden Schutzkonzept bereits gut aufgestellt sind“, so Wörner. „Doch dies ist erst der Anfang. Wir treiben den begleitenden Entwicklungsprozess – der absolut notwendig für eine wirksame Präventionsarbeit ist – intensiv voran. Hierzu gehört die Arbeit zur Qualität der Schulen, die Beteiligung aller involvierten Gruppen sowie die Transparenz und Öffnung der Schulen nach Innen und Außen“, führt Wörner weiter aus. Auch die Frage der Aufarbeitung wird der BdFWS in Zukunft noch mehr in den Fokus nehmen.</p><p>Weitere Informationen zum Thema Gewaltprävention und Schutzkonzept des BdFWS finden Sie hier: <a href="https://www.waldorfschule.de/ueber-uns/gewaltpraevention" target="_blank" rel="noreferrer">waldorfschule.de/ueber-uns/gewaltpraevention</a></p><p><strong>Bund der Freien Waldorfschulen e.V. </strong><br> Die derzeit 253 deutschen Waldorfschulen haben sich zum Bund der Freien Waldorfschulen e.V. (BdFWS) mit Sitz in Stuttgart zusammengeschlossen, wo 1919 die erste Waldorfschule eröffnet wurde. In Deutschland besuchen 90.500 Schüler:innen eine Waldorfschule. Siehe auch <a href="https://www.waldorfschule.de/" target="_blank" rel="noreferrer">waldorfschule.de</a>.</p><p><strong>Kontakt:</strong> Presse- und Öffentlichkeitsarbeit im Bund der Freien Waldorfschulen e.V., pr[at]waldorfschule.de.</p>]]>
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                    <pubDate>Thu, 08 Dec 2022 14:12:41 +0100</pubDate>
                    <title>Klimakampagne des Bundes der Freien Waldorfschulen erhält „Nationale Auszeichnung – Bildung für nachhaltige Entwicklung“</title>
                    <link>https://waldorf.lichtflut.eu/artikel/klimakampagne-des-bundes-der-freien-waldorfschulen-erhaelt-nationale-auszeichnung-bildung-fuer-nachhaltige-entwicklung</link>
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                        <![CDATA[<p><em>Berlin, 8. Dezember 2022 (MR):<strong> Am 7. Dezember haben das Bundesministerium für Bildung und Forschung und die Deutsche UNESCO-Kommission die „Nationale Auszeichnung – Bildung für nachhaltige Entwicklung“ vergeben. Unter den ausgezeichneten: CO2ero, das Klimaschutzprojekt des Bundes der Freien Waldorfschulen.</strong></em></p><p>Die Leiterin des Referats Bildung in Regionen, Bildung für nachhaltige Entwicklung im Bundesministerium für Bildung und Forschung Dr. Andrea Ruyter-Petznek und der Generalsekretär der Deutschen UNESCO-Kommission Dr. Roman Luckscheiter würdigten insgesamt 16 Akteurinnen und Akteure für ihr herausragendes Engagement.</p><p>„Wir freuen uns sehr über diese wichtige Anerkennung“, so Nele Auschra, Vorstand beim Bund der Freien Waldorfschulen (BdFWS). „Die ökologische Erziehung nimmt von jeher einen wichtigen Stellenwert in unseren Schulen ein und ist fester Bestandteil des Schulprofils. Mit dem Projekt CO2ero haben wir unsere Aktivitäten dahingehend noch einmal intensiviert. Der Fokus liegt auf der individuellen Begleitung der freien Träger von Bildungseinrichtungen auf dem Weg zur Klimaneutralität und der umfassenden Identifizierung ihrer Potentiale“, erklärt Auschra weiter.</p><p>Das Projekt CO2ero überzeugte die Jury durch sein beispielhaftes Engagement für Bildung für nachhaltige Entwicklung (BNE) und den besonderen Einsatz für die Globalen Nachhaltigkeitsziele der Vereinten Nationen. Alle 16 ausgezeichneten Initiativen erreichen Menschen mit innovativen Bildungsangeboten, Inhalten und Ideen und befähigen Lernende, aktiv und verantwortungsvoll an der Gestaltung einer nachhaltigen Zukunft mitzuwirken.</p><p>CO2ero ist auf der BNE-Akteurskarte verzeichnet: <a href="https://www.unesco.de/bildung/bne-akteure/co2ero-klimaneutrale-waldorfschulen" title="https://www.unesco.de/bildung/bne-akteure/co2ero-klimaneutrale-waldorfschulen" target="_blank" rel="noreferrer">unesco.de/bildung/bne-akteure/co2ero-klimaneutrale-waldorfschulen</a></p><p><strong>Hintergrund</strong><br> Die „Nationale Auszeichnung – Bildung für nachhaltige Entwicklung“ würdigt Organisationen, Netzwerke und Kommunen, die sich im Rahmen des <a href="https://www.unesco.de/bildung/bildung-fuer-nachhaltige-entwicklung/unesco-programm-bne-2030" title="https://www.unesco.de/bildung/bildung-fuer-nachhaltige-entwicklung/unesco-programm-bne-2030" target="_blank" rel="noreferrer">UNESCO-Programms BNE 2030</a> für eine lebenswerte, nachhaltige Gestaltung unserer Gesellschaft einsetzen.</p><p>BNE 2030 steht für „Bildung für nachhaltige Entwicklung: die globalen Nachhaltigkeitsziele verwirklichen“. Nachhaltige Entwicklung heißt, Menschenwürde und Chancengerechtigkeit für alle in einer intakten Umwelt sicherzustellen. Bildung ist für eine nachhaltige Entwicklung zentral. Sie versetzt Menschen in die Lage, Entscheidungen für die Zukunft zu treffen und abzuschätzen, wie sich eigene Handlungen auf künftige Generationen oder das Leben in anderen Weltregionen auswirken.</p><p>In der Agenda 2030 der Vereinten Nationen ist die Umsetzung von Bildung für nachhaltige Entwicklung als Ziel für die Weltgemeinschaft festgeschrieben. Das 2020 gestartete UNESCO-Programm BNE 2030 zielt darauf ab, die strukturelle Verankerung von BNE im gesamten Bildungssystem voranzubringen. In Deutschland wird BNE auf der Grundlage des <a href="https://www.bne-portal.de/bne/de/nationaler-aktionsplan/nationaler-aktionsplan_node.html" title="https://www.bne-portal.de/bne/de/nationaler-aktionsplan/nationaler-aktionsplan_node.html" target="_blank" rel="noreferrer">Nationalen Aktionsplans Bildung für nachhaltige Entwicklung</a> umgesetzt. Siehe auch: <a href="https://www.bne-portal.de/bne/de/home/home_node.html" title="https://www.bne-portal.de/bne/de/home/home_node.html" target="_blank" rel="noreferrer">BNE-Portal</a>, <a href="https://www.unesco.de/bildung/bildung-fuer-nachhaltige-entwicklung/bne-auszeichnungen" title="https://www.unesco.de/bildung/bildung-fuer-nachhaltige-entwicklung/bne-auszeichnungen" target="_blank" rel="noreferrer">BNE-Auszeichnungen</a>, <a href="https://www.unesco.de/bildung/bildung-fuer-nachhaltige-entwicklung" title="https://www.unesco.de/bildung/bildung-fuer-nachhaltige-entwicklung" target="_blank" rel="noreferrer">Bildung für nachhaltige Entwicklung</a>.</p><p><strong>CO2ero  – Das Projekt CO2ero , klimaneutrale Waldorfschule jetzt!</strong><br> Das Projekt <a href="https://www.co2ero.de/" target="_blank" rel="noreferrer"> CO2ero , klimaneutrale Waldorfschulen! </a>im Bund der Freien Waldorfschulen, der Vereinigung der Waldorfkindergärten und Anthropoi Bundesverband bietet umfassende Begleitung für die teilnehmenden Einrichtungen sowie Schulungen, Meetings und eine stetig wachsende offene Materialdatenbank mit zahlreichen hilfreichen Informationen, Tipps und Links. Siehe auch <a href="http://www.co2ero.de/" target="_blank" rel="noreferrer">co2ero.de</a>.</p><p><strong>Bund der Freien Waldorfschulen e.V.</strong><br> Die derzeit 253 deutschen Waldorfschulen haben sich zum Bund der Freien Waldorfschulen e.V. (BdFWS) mit Sitz in Stuttgart zusammengeschlossen, wo 1919 die erste Waldorfschule eröffnet wurde. In Deutschland besuchen 90.500 Schüler:innen eine Waldorfschule. Siehe auch <a href="https://www.waldorfschule.de/" target="_blank" rel="noreferrer">waldorfschule.de</a> sowie Informationen zur <a href="https://www.waldorfschule.de/paedagogik/oekologische-erziehung" target="_blank" rel="noreferrer">Ökologischen Erziehung an Waldorfschulen</a>.</p><p><strong>Kontakt:</strong><br> Bund der Freien Waldorfschulen e.V: Presse- und Öffentlichkeitsarbeit, pr[at]waldorfschule.de<br> CO2ero: Janina Binner, janina@co2ero.de, Tel.: +49 175 9218-079 </p>]]>
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                    <pubDate>Wed, 30 Nov 2022 12:49:11 +0100</pubDate>
                    <title>Korrektur zur aktuellen Berichterstattung: Wie Waldorfschulen den Staat entlasten</title>
                    <link>https://waldorf.lichtflut.eu/artikel/korrektur-zur-aktuellen-berichterstattung-wie-waldorfschulen-den-staat-entlasten</link>
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                        <![CDATA[<p>Berlin, 30. November 2022 (NA): <em><strong>586 Millionen Euro – ohne das Land Hessen – soll die Bundesrepublik im Schuljahr 2020/2021 für Waldorfschulen gezahlt haben. Das beklagt eine Recherche des genossenschaftlichen Onlinemagazins „Krautreporter“. Diese Recherche ist jedoch zu kurz gegriffen. „Der deutsche Staat müsste bei weitem mehr Geld bezahlen, wenn es die 253 Waldorfschulen nicht gäbe“, stellt Nele Auschra klar. Sie ist Vorstand und Sprecherin des Bundes der Freien Waldorfschulen. „Waldorfschulen ersparen durch ihr Eltern-Engagement unserem Land rund 244 Millionen Euro – jedes Jahr!“</strong></em></p><p>„Dies ist nur eine weitere Fehldarstellung in der aktuellen Berichterstattung über Waldorfschulen, in der Fakten nur anrecherchiert und mit altbekannten Vorwürfen vermischt werden. Wichtige Informationen werden ausgeblendet und die einseitigen Darstellungen zugespitzt ­­­­­­­– zugunsten der Story“, sagt Auschra. Die umfassende Finanzierungsdarstellung der Waldorfschulen ergeben das folgende Bild:</p><ul> <li>Die Bundesrepublik kostet ein:e Schüler:in in einer allgemeinbildenden Schule durchschnittlich 9.200 Euro pro Jahr laut einer von <a href="https://www.destatis.de/DE/Presse/Pressemitteilungen/2022/02/PD22_047_217.html" target="_blank" rel="noreferrer">Destatis</a> Anfang 2022 veröffentlichten Statistik für das Jahr 2020</li> <li>Waldorfschulen erhielten vom Staat hingegen im selben Zeitraum rd. 6.500 Euro pro Schüler:in und Jahr – dies ergibt die <a href="https://www.waldorfschule.de/fileadmin/downloads/Jahresberichte/Jahresbericht_2022.pdf" target="_blank" rel="noreferrer">bildungsökonomische Auswertung</a> der Jahresabschlüsse der Waldorf-Schulträger in Deutschland</li> <li>Bei den insgesamt 90.500 Waldorfschüler:innen ergibt sich so rechnerisch eine Entlastung des Staates von rd. 244 Millionen Euro – jedes Jahr. Faktisch vermutlich noch mehr, da die Kostenerfassung seitens des Staats nicht vollständig ist</li> <li>Die für die Schulen entstehende Finanzierungslücke schließen die Eltern mit ihrem Beitrag zu der notwendigen Eigenleistung der Schulträger</li> <li>Der Staat spart darüber hinaus mit Blick in die Zukunft und die Vergangenheit noch mehr: Denn die etwa 9.500 Lehrerinnen und Lehrer an Waldorfschulen sind nicht verbeamtet. Außerdem finanziert der BdFWS Teile ihrer Aus- und Weiterbildung selbst.</li> </ul><p>Dabei sind die Schulen nicht etwa eine Blackbox, in der Geld unkontrolliert verwendet wird: Schulaufsichts- und Finanzbehörden prüfen die ordnungsmäße Mittelverwendung – und am Ende ihrer Waldorfschulzeit haben die jungen Menschen einen staatlichen Abschluss in der Tasche.</p><p>Warum in der aktuellen Berichterstattung nur die eine Seite hervorgehoben wird, ist nicht nachvollziehbar, führt Auschra aus. „Wir haben die Zahlen transparent gemacht“. Satire darf das vielleicht – ansonsten ist dies einfach schlechter Stil und tendenziöser Journalismus. „Wir als Bund der Freien Waldorfschulen hoffen, dass bald Seriosität in die Darstellung einzieht“, betont Auschra, „zum Wohle eines demokratischen und offenen Austauschs miteinander. Dazu laden wir in aller Offenheit ein!“</p><p><strong>Bund der Freien Waldorfschulen e.V. </strong><br> Die derzeit 253 deutschen Waldorfschulen haben sich zum Bund der Freien Waldorfschulen e.V. (BdFWS) mit Sitz in Stuttgart zusammengeschlossen, wo 1919 die erste Waldorfschule eröffnet wurde. In Deutschland besuchen 90.500 Schüler:innen eine Waldorfschule. Siehe auch <a href="https://www.waldorfschule.de/" target="_blank" rel="noreferrer">waldorfschule.de</a>.</p><p><strong>Kontakt:</strong> Presse- und Öffentlichkeitsarbeit im Bund der Freien Waldorfschulen e.V., pr[at]waldorfschule.de.</p>]]>
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                    <pubDate>Wed, 16 Nov 2022 14:10:39 +0100</pubDate>
                    <title>Waldorfschulen vertreten eine klare Haltung: „Kein Platz für Ideologen!“</title>
                    <link>https://waldorf.lichtflut.eu/artikel/waldorfschulen-vertreten-eine-klare-haltung-kein-platz-fuer-ideologen</link>
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                        <![CDATA[<p><em>Berlin, 16. November 2022 (NA): <strong>Ob Impfgegner oder Corona-Leugner, Reichsbürger oder Identitäre, völkische Siedler oder neurechte Ideologien: Auch in Waldorfschulen finden sich Vertreter der Problemgruppen unserer Gesellschaft, wie in anderen Schulen auch. Jedoch stehen die Waldorfschulen als Marke insbesondere seit der Corona-Pandemie unter besonderer Beobachtung. Auf einer Tagung in Leipzig setzten sich Waldorfschul-Delegierte deshalb dafür ein: „Wir zeigen klare Kante!“</strong></em></p><p>„In Waldorfschulen haben Reichsbürger, Neue Rechte oder Anhänger von Verschwörungsideologien nichts zu suchen“, sagt Nele Auschra. Die Sprecherin des Bundes der Freien Waldorfschulen (BdFWS) fasst das Ergebnis der jüngsten Leipziger Tagung der Waldorfschulen mit dem Satz zusammen: „Wir zeigen klare Kante!“</p><p><strong>Klare Kante zeigen</strong></p><p>Der Hintergrund: In den letzten Jahren sind einige wenige Waldorfschulen zur Zielscheibe von diskriminierenden Angriffen geworden. Durch ihre vielfältige Pädagogik, die Eltern-Lehrer-Trägerschaft und den Ansatz der demokratischen Teilhabe scheinen sie besondere Anknüpfungspunkte für manche Rechte zu bieten. Menschen, die solche Ideologien vertreten, starten meist anonym und unerkannt Okkupationsversuche und bieten den Gegnern der gesamten Waldorfpädagogik Angriffspunkte.</p><p>„Wir haben in einigen wenigen Fällen feststellen müssen, dass Vertreter rechter oder diskriminierender Ideologien versuchen, sich Macht- und Mehrheitspositionen in Waldorf-Schulgemeinschaften zu erarbeiten“, erläutert Nele Auschra, Vorstandsmitglied und Sprecherin des BdFWS. Deshalb will sie Lehrkräfte und Eltern darauf aufmerksam machen, welche Strategien diese Menschen verfolgen. Und zugleich deutlich machen, wie man sich dagegen wehren kann. Dabei stellt Auschra klar: „Mit diesen Herausforderungen sehen sich nicht nur Waldorfschulen konfrontiert! Es ist ein gesamtgesellschaftliches Phänomen, weshalb auch wir in allen 253 Waldorfschulen aufmerksam sein müssen“, fordert Auschra.</p><p><strong>Unser Konsens: Für eine freie und gerechte Welt</strong></p><p>„Waldorfschulen stehen seit ihrer Gründung vor über hundert Jahren weltweit für eine freie, gerechte und demokratische Gesellschaft“, stellt Auschra fest. „Diese Werte zu verteidigen, erfordert Wachheit und klare Haltung.“</p><p>Mit der Stuttgarter Erklärung bringen Waldorfschulen seit 2007 zum Ausdruck, dass sie zusammen mit ihrem Dachverband BdFWS eine Null-Toleranz-Politik gegenüber Rassenhass, Diskriminierung und jeder Form von Ideologie verfolgen. Nun gibt es einen <a href="https://t1p.de/klarekante" target="_blank" rel="noreferrer">sehenswerten vierminütigen Film,</a> der zeigt, wie Ideologen versuchen, Schulen in freier Trägerschaft in ihre politische Richtung zu lenken.</p><p>Die Zeitschrift <em>Erziehungskunst</em>, herausgegeben vom BdFWS, hat sich in ihrer Novemberausgabe unter der Überschrift „Klare Kante gegen rechts“ dieser Thematik gewidmet. Ende Januar 2023 wird die Arbeit in einer Tagung fortgesetzt. „Für uns ist das eine Bestätigung, dass wir auf dieser Basis wachsam bleiben und weiter daran arbeiten, unseren Beitrag zu einer gerechten, demokratischen Gesellschaft ohne Rassismus und Diskriminierung zu leisten“, so Auschra</p><p>Weitere Informationen, z.B. zur Stuttgarter Erklärung und zum Video „Klare Kante“ unter <a href="https://waldorfschule.de/ueber-uns/schulen-gegen-politischen-extremismus" target="_blank" rel="noreferrer">waldorfschule.de/ueber-uns/schulen-gegen-politischen-extremismus</a><br> <br> <strong>Bund der Freien Waldorfschulen e.V. </strong><br> Die derzeit 253 deutschen Waldorfschulen haben sich zum Bund der Freien Waldorfschulen e.V. (BdFWS) mit Sitz in Stuttgart zusammengeschlossen, wo 1919 die erste Waldorfschule eröffnet wurde. In Deutschland besuchen 90.500 Schüler:innen eine Waldorfschule. Siehe auch <a href="https://www.waldorfschule.de/" target="_blank" rel="noreferrer">waldorfschule.de</a>.</p><p><strong>Kontakt:</strong> Presse- und Öffentlichkeitsarbeit im Bund der Freien Waldorfschulen e.V., pr[at]waldorfschule.de.<br>  </p>]]>
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                    <pubDate>Fri, 30 Sep 2022 18:59:30 +0200</pubDate>
                    <title>Waldorfschule in Rheine: Schulgründung führt nicht zum Erfolg</title>
                    <link>https://waldorf.lichtflut.eu/artikel/waldorfschule-in-rheine-schulgruendung-fuehrt-nicht-zum-erfolg</link>
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                        <![CDATA[<p><em>Berlin, 30. September 2022 (NA): </em><strong><em>Die</em> Freie Waldorfschule Rheine im Aufbau<em> muss ihren Schulbetrieb einstellen. Die Bezirksregierung Münster hatte ihr zum 30.09.2022 die Schulgenehmigung entzogen. </em></strong><strong><em>Die Schule hatte Rechtsmittel eingelegt, scheiterte jedoch am Verwaltungsgericht Münster.</em></strong></p><p>„Schulneugründungen sind stets eine Herausforderung,“ betont Nele Auschra, Vorstandsmitglied und Sprecherin im Bund der Freien Waldorfschulen. „Deshalb bieten wir über die regionalen Arbeitsgemeinschaften, in diesem Falle die Arbeitsgemeinschaft der Waldorfschulen in NRW, eine Gründungsberatung und enge Begleitung in den Anfangsjahren an, sind jedoch auf die Kooperation der Schule angewiesen.“ Dies sei bei der Schule in Rheine nicht immer der Fall gewesen. Die endgültige Aufnahme in den Bund der Freien Waldorfschulen war auch aus diesem Grund bis dato nicht erfolgt. Wichtig dabei ist zu wissen: Die Arbeitsgemeinschaften können ihre Mitgliedsschulen nur beraten. Sie haben keine Entscheidungsbefugnis in den Mitgliedsschulen, da diese organisatorisch selbstverantwortlich arbeiten. Der staatlichen Schulaufsicht gegenüber ist der Träger der jeweiligen Waldorfschule stets allein verantwortlich.</p><p>Die Schulorganisation hat offensichtlich immer wieder Mängel aufgewiesen. Die Schulaufsicht begründet den Entzug der Schulgenehmigung unter anderem mit „gravierenden Mängeln im Unterrichtsbetrieb“. Die Sorge der Waldorfschulen in der Region galt der Unterbringung der zuletzt noch 71 in Rheine beschulten Kinder. Die Arbeitsgemeinschaft ist dankbar, dass viele von ihnen ihre Schullaufbahn nach den Herbstferien an den Waldorfschulen in der Region und anderen benachbarten Schulen fortsetzen können.</p><p><strong>Bund der Freien Waldorfschulen e.V. </strong><br> Die derzeit 254 deutschen Waldorfschulen haben sich zum Bund der Freien Waldorfschulen e.V. (BdFWS) mit Sitz in Stuttgart zusammengeschlossen, wo 1919 die erste Waldorfschule eröffnet wurde. In Deutschland besuchen 90.500 Schüler:innen eine Waldorfschule. Siehe auch <a href="https://www.waldorfschule.de/" target="_blank" rel="noreferrer">waldorfschule.de</a>.</p><p><strong>Kontakt:</strong> Presse- und Öffentlichkeitsarbeit im Bund der Freien Waldorfschulen e.V., pr[at]waldorfschule.de</p>]]>
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                    <pubDate>Wed, 01 Jun 2022 15:26:49 +0200</pubDate>
                    <title>Sexualkunde war früher – heute geht es um die Kunst der Beziehung (didacta Schwerpunkt der Freien Waldorfschulen)</title>
                    <link>https://waldorf.lichtflut.eu/artikel/sexualkunde-war-frueher-heute-geht-es-um-die-kunst-der-beziehung</link>
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                        <![CDATA[<p><em>Berlin, 1. Juni 2022 (NA): <strong>Die Buchneuerscheinung „Beziehungskunst“ aus der </strong></em><strong>edition waldorf<em> möchte Lehrkräften aufzeigen, wie junge Menschen im Unterricht von Beginn an auf ihrer biografischen Reise einfühlsam und altersgerecht begleitet werden können. Sven Saar, Herausgeber des Handbuchs, ist am 7. Juni als Vortragsredner und Gesprächspartner am didacta-Stand des Bundes der Freien Waldorfschulen (BdFWS) in Köln zu Gast.</em></strong></p><p>Ein Anliegen der Waldorfpädagogik ist die Begleitung einer lebensbejahenden Entwicklung aller Schüler:innen. Dazu gehört die Fähigkeit, mit sich selbst und anderen erkennend und liebevoll umgehen zu können: die Beziehungskunst. Im Handbuch werden folgerichtig nicht nur die klassischen Sexualkundethemen behandelt, sondern insbesondere die neuen Beziehungsgefüge thematisiert, die sich durch Gender-Sensibilität und den offenen Umgang damit ergeben. Es geht um viele Arten von Liebe, um Geschlecht, Gender und Gerechtigkeit.</p><p>Vieles kann als nützliche Handreichung verstanden werden: zunächst zur Information, aber auch zur Umsetzung in Schule und Unterricht. Hier finden sich Bildungsplangedanken und -vorschläge von erfahrenen Lehrer:innen, Anregungen für bewusstseinsschaffende Prozesse im Kollegium und das Coming-out sowie Fachliches aus frühkindlicher, schulärztlicher und heilpädagogischer Perspektive. Auch grundlegende Gedanken und Wünsche junger Kolleg:innen kommen zur Sprache: Was muss die Pädagogik für die Gegenwart und Zukunft lernen?</p><p>Der Herausgeber, Sven Saar, hält am 7. Juni um 15.30 Uhr einen Vortrag zum Thema „Liebhaben oder rechthaben – Beziehungskunst im Erziehungsalltag“ und steht für Rückfragen und Interviews am didacta-Stand der Waldorfschulen (7.1, C 118) zur Verfügung.</p><p><em>Buchbestellung über </em><a href="https://www.waldorfbuch.de/buch/beziehungskunst-9783949267376" target="_blank" rel="noreferrer"><em>waldorfbuch.de</em></a><em> </em></p><p> </p><p><strong>Bund der Freien Waldorfschulen e.V. </strong><br> Die derzeit 255 deutschen Waldorfschulen haben sich zum Bund der Freien Waldorfschulen e.V. (BdFWS) mit Sitz in Stuttgart zusammengeschlossen, wo 1919 die erste Waldorfschule eröffnet wurde. In Deutschland besuchen 90.500 Schüler:innen eine Waldorfschule. Siehe auch <a href="https://www.waldorfschule.de/" target="_blank" rel="noreferrer">waldorfschule.de</a>.</p><p><strong>Kontakt:</strong> Presse- und Öffentlichkeitsarbeit im Bund der Freien Waldorfschulen e.V.<br> pr[at]waldorfschule.de<br>  </p>]]>
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                    <pubDate>Wed, 23 Mar 2022 10:35:47 +0100</pubDate>
                    <title>Orientierung finden im Krieg der Informationen. Digitales Oberstufenforum der Waldorfschulen zur Ukraine stieß auf große Resonanz</title>
                    <link>https://waldorf.lichtflut.eu/artikel/orientierung-finden-im-krieg-der-informationen</link>
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                        <![CDATA[<p><em>Berlin, 23. März 2022 (CU/NA): <strong>Fragen stellen an Betroffene vom Ukrainekrieg und an Expert:innen, sich ein eigenes Urteil bilden in der Flut von Informationen und konkrete Handlungsoptionen aufzeigen: Diese Zielsetzung hatte ein digitales Oberstufenforum der Freien Waldorfschulen am 15. März. Das neue Angebot stieß auf eine überraschend große Resonanz, rund 4.500 Schüler:innen aus 140 Waldorfschulen machten davon Gebrauch.</strong></em></p><p>Mit einer so großen Beteiligung hatten die Initiator:innen, zwei Waldorflehrer:innen aus Landsberg/Lech und Mönchengladbach, Karoline Kopp und Franz Glaw, nicht gerechnet. „Wir überlegen, wie wir dieses medienpädagogische Format noch öfter einsetzen können, es war eine Premiere und sie war sehr erfolgreich“, betont dazu Nele Auschra, Vorstand im Bund der Freien Waldorfschulen (BdFWS). Die weltpolitische Lage und die Informationen dazu stellten eine große Herausforderung für Lehrer:innen und Eltern dar, die mit den Fragen von Kindern und Jugendlichen konfrontiert seien.</p><p>Über Zoom konnten sich ganze Schulklassen zuschalten. Rede und Antwort zum Krieg und seinen Hintergründen standen Prof. Dr. Michael Zech, Historiker und Politikwissenschaftler von der Alanus Hochschule mit viel Erfahrung in der Lehrerbildung auch in Osteuropa, und Lukas Mall von den Freunden der Erziehungskunst – derzeit im Rahmen der Notfallpädagogik im Einsatz an der polnisch-ukrainischen Grenze. Außerdem waren Menschen einbezogen, die durch ihre Herkunft und Verwandte im Kriegsgebiet unmittelbar betroffen sind: Vitalina Korzinkov, Schülerin in Mönchengladbach, und Igor Ivanov, in Kiew geboren und Ehemann einer Lehrerin an derselben Waldorfschule, beide in ständigem Kontakt mit Verwandten und Bekannten im Kriegsgebiet.</p><p>„Unsere Schule hat mit über 100 Schüler:innen teilgenommen – also fast die gesamte Oberstufe. Die Beiträge trafen genau die Bedürfnisse und Fragen der Schülerschaft und auch des Kollegiums. Die differenzierten Ausführungen haben uns allen sehr viel Einblick gegeben und die Hintergründe und die Komplexität deutlich gemacht“, so das Feedback einer Lehrerin.</p><p>Auch die Schüler:innen äußerten sich positiv: „Besonders gefallen hat mir die differenzierte historische Darstellung der Beziehungen zwischen Russland und der Ukraine und die Ausführungen von Prof. Zech zu der kulturellen Diversität innerhalb der Ukraine. Ich habe wirklich sehr viel Neues erfahren, das mich zum Nachdenken über neue Fragen anregt.“, so ein Schüler aus der 12. Klasse. „Ich habe selten so viel Respekt vor Menschen gehabt“, schrieb ein Schüler der 10. Klasse in den Antwortbogen.</p><p>Die eigene Urteilsbildung angesichts der Vielzahl von Informationen, die zum Teil auch mit Absicht Empörung und Identifikation hervorrufen wollen, sei eine wichtige Aufgabe der Waldorfpädagogik, betonte Initiator Franz Glaw, der auch Medienpädagogik an der Freien Hochschule Stuttgart unterrichtet. Bei der Nutzung von Berichten einzelner auf Youtube z.B., sei immer zu fragen, ob dies auch für die Allgemeinheit gelte. Insofern sei auch die Berichterstattung der großen Medien mit heranzuziehen, wurde geraten und darauf verwiesen, dass dort immer wieder hinzugefügt würde, wenn Berichte nicht zu verifizieren seien im Kriegsgeschehen.</p><p>Zech gab in einem einführenden Beitrag einen Überblick über die Geschichte der Ukraine und auch ihre enge Verflechtung mit Russland und Weißrussland in einem kulturellen Raum. Daraus jedoch abzuleiten, dass die Ukraine kein Recht auf eine Eigenstaatlichkeit habe, sei ein Gedanke aus der Vergangenheit. Deutlich wurde in der Zoom-Veranstaltung, dass es auch um weitreichende gesellschaftspolitische Zielsetzungen geht: Auf der einen Seite die Ukraine mit ihrer Diversität, ihrem Streben nach Offenheit, Pluralismus und Demokratie und auf der anderen Seite Russland, wo Putin diese Bestrebungen in den letzten Jahrzehnten systematisch unterdrückt habe. Zech erläuterte, dass diese gemeinsame Idee auch die Stärke der Verteidigung der Ukraine ausmache. Auch wenn man auf Seiten der NATO oder der EU Fehler in der Vergangenheit identifizieren könne: „Diese unglaubliche Aggression ist durch nichts zu rechtfertigen“, betonte Zech.</p><p>Ein ausführlicher Bericht zum Forum findet sich in der Zeitschrift Erziehungskunst: <a href="https://www.erziehungskunst.de/artikel/zeichen-der-zeit/onlinekonferenz-mit-rund-5000-waldorfschuelerinnen-zum-ukraine-krieg/" target="_blank" rel="noreferrer">erziehungskunst.de/artikel/zeichen-der-zeit/onlinekonferenz-mit-rund-5000-waldorfschuelerinnen-zum-ukraine-krieg</a></p><p> </p><p><strong>Bund der Freien Waldorfschulen e.V. </strong><br> Die derzeit 255 deutschen Waldorfschulen haben sich zum Bund der Freien Waldorfschulen e.V. (BdFWS) mit Sitz in Stuttgart zusammengeschlossen, wo 1919 die erste Waldorfschule eröffnet wurde. In Deutschland besuchen 90.500 Schüler:innen eine Waldorfschule. Siehe auch <a href="https://www.waldorfschule.de/" target="_blank" rel="noreferrer">waldorfschule.de</a>.</p><p>In der aktuellen Kriegssituation bündelt die vom BdFWS eigens aufgesetzte Website <a href="https://www.waldorf-hilft-ukraine.de/" target="_blank" rel="noreferrer">waldorf-hilft-ukraine.de</a> private Unterstützungsangebote.</p><p><strong>Kontakt:</strong> Presse- und Öffentlichkeitsarbeit im Bund der Freien Waldorfschulen e.V.<br> pr[at]waldorfschule.de<br>  </p>]]>
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                    <pubDate>Tue, 15 Mar 2022 11:52:02 +0100</pubDate>
                    <title>Newsletter Schule | Schulalltag</title>
                    <link>https://waldorf.lichtflut.eu/fileadmin/downloads/newsletter/Schule_-_Schulalltag_Nr._1_M%25C3%25A4rz_2022.pdf</link>
                    <description>Unser aktueller Newsletter März 2022</description>
                    
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                        <![CDATA[<p>Newsletter Schule | Schulalltag</p>]]>
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                    <pubDate>Tue, 15 Feb 2022 12:45:08 +0100</pubDate>
                    <title>Neue Broschüre zur Lehrerbildung. Talent und Individualitat fördern: Die Wege zum Waldorfpädagogen</title>
                    <link>https://waldorf.lichtflut.eu/artikel/wege-zum-waldorfpaedagogen</link>
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                        <![CDATA[<p><em>Berlin, 15. Februar 2022 (CU/NA): <strong>Ein Beruf als Berufung: Wie man Waldorfpädagoge wird, was den Beruf so spannend macht und wo man ihn studieren kann zeigt eine neue Broschüre, die der Bund der Freien Waldorfschulen (BdFWS) jetzt herausgebracht hat. Sie bietet alle wichtigen Informationen für Studien-Interessierte, zudem für Ministerien und Verbände – und belegt den hohen Standard der Ausbildung.</strong></em></p><p>„Waldorfschulen sind die ideale Wirkungsstätte für Pädagogen, die Kinder in den Mittelpunkt ihres Handelns stellen wollen“, sagt Hans-Georg Hutzel, Mitglied des Bundesvorstands des BdFWS. „Alle Möglichkeiten, Waldorfpädagoge zu werden, zeigen wir jetzt mit dieser Broschüre auf“.</p><p>Dem Profil der Waldorfschule liegt ein Menschenverständnis zugrunde, das „jedes Kind als Individualität begreift und seine Entwicklung zu einer mündigen Persönlichkeit fördert“ heißt es im Vorwort der Broschüre. Waldorfpädagogik formuliert keine abstrakten Programme oder Erziehungsmaximen, sondern realisiert sich praktisch im Unterricht – in der unmittelbaren Begegnung mit den Kindern.</p><p>Die Wege der Waldorflehrerbildung sind vielfältig. Sie reichen vom Studium mit Bachelor- und Masterabschluss und Promotion über postgraduale und berufsbegleitende Kurse bis zu einem Fernstudium. Insgesamt gibt es elf Ausbildungseinrichtungen in Deutschland, die Mitglied im BdFWS sind und Ausbildung oder Studium anbieten. Hinzu kommen zahlreiche berufsbegleitende Angebote.</p><p>Die Broschüre befasst sich zudem mit den rechtlichen Anforderungen an die Waldorflehrerbildung. Sie zeigt auf, dass Lehrkräfte an Waldorfschulen über eine dem staatlichen Schulwesen gleichwertige Qualifikation verfügen.</p><p>Großen Wert wird in der Ausbildung auf die Persönlichkeitsschulung der Studierenden gelegt. Eine wichtige Rolle spielen dabei die künstlerischen Fächer wie etwa Sprachgestaltung, Musik, Plastizieren und Eurythmie. Außerdem begleiten ausgedehnte Praktikumszeiten die Ausbildung der Waldorflehrer. Der Ausbildungsgang ist daher dual gestaltet in Schule und Seminar.</p><p>Thema der Broschüre ist auch die Begründung der Waldorfpädagogik in der akademischen Erziehungswissenschaft. Waldorfpädagogik beruht auf einem Ansatz, „dessen Grundlagen wie der ethische Individualismus oder der Phänomenalismus in jüngerer Zeit in der Erziehungswissenschaft vermehrt gewürdigt worden sind“, stellt die Broschüre fest. Das beweist auch die intensive Beschäftigung der Forschung in den letzten Jahrzehnten mit dem Thema.</p><p>Durch die Lehrerbildung der Waldorfschulen wird die Qualität der Schulen gesichert und weiterentwickelt, betont der BdFWS. Die Mittel für diese Bemühungen werden von dem Bund der Waldorfschulen selbst aufgebracht. Im Haushalt 2021/22 des BdFWS beliefen sie sich auf 13,3 Millionen EUR. Die Waldorflehrerbildung ist die einzige nicht staatliche grundständige Lehrerbildung in Deutschland und als solche verfassungsrechtlich geschützt – genauso wie das Profil der Schulen.</p><p>Bedingt durch den anstehenden Generationswechsel in den Kollegien sind Waldorfschulen derzeit auf Lehrersuche. So waren an den Waldorfschulen in Deutschland im Schuljahr 2020/21 noch 191 Stellen zu besetzen. Insgesamt sind etwa 9.500 Lehrkräfte an Waldorfschulen beschäftigt, die 7.200 Volldeputate erfüllen.</p><p>Die 64 Seiten umfassende Broschüre „Waldorflehrer:innenbildung“ kann über den Webshop des BdFWS bezogen werden bzw. heruntergeladen werden: <a href="https://www.waldorfschule.de/ueber-uns/printmedien/leitfaeden/dokumentationen" target="_blank" rel="noreferrer">waldorfschule.de/ueber-uns/printmedien/leitfaeden/dokumentationen</a><br>  </p><p><strong>Bund der Freien Waldorfschulen e.V. </strong><br> Die derzeit 254 deutschen Waldorfschulen haben sich zum Bund der Freien Waldorfschulen e.V. (BdFWS) mit Sitz in Stuttgart zusammengeschlossen, wo 1919 die erste Waldorfschule eröffnet wurde. In Deutschland besuchen 90.400 Schüler:innen eine Waldorfschule. Die föderative Vereinigung lässt die Autonomie der einzelnen Waldorfschule unangetastet, nimmt aber gemeinsame Aufgaben und Interessen wahr. Siehe auch <a href="https://www.waldorfschule.de/" target="_blank" rel="noreferrer">waldorfschule.de</a>.</p><p><strong>Kontakt:</strong> Presse- und Öffentlichkeitsarbeit im Bund der Freien Waldorfschulen e.V.<br> pr[at]waldorfschule.de</p>]]>
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                    <pubDate>Wed, 09 Feb 2022 14:44:30 +0100</pubDate>
                    <title>Illegales Treffen von Reichsbürgern an Waldorfschule in Coburg – ein Hausmeister im Fokus der Ermittlungen </title>
                    <link>https://waldorf.lichtflut.eu/artikel/illegales-treffen-von-reichsbuergern-an-waldorfschule-in-coburg-ein-hausmeister-im-fokus-der-ermittlungen</link>
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                        <![CDATA[<p><em>Berlin, 9. Februar 2022 (NA): <strong>Am Samstagabend, dem 5. Februar 2022, fand im Saal der Rudolf-Steiner-Schule Coburg ein nicht bei der Schule angemeldetes Treffen statt. Laut Polizei handelte es sich hierbei um ein illegales Treffen von Reichsbürgern aus verschiedenen Teilen Deutschlands. Die Schulleitung hat umgehend von ihrem Hausrecht Gebrauch gemacht und Anzeige wegen Hausfriedensbruchs erstattet. Daraufhin wurde die Versammlung von der Polizei aufgelöst. Die aufgenommenen Ermittlungen führten nun zu ersten Erkenntnissen.</strong></em></p><p>Demnach war einer der beiden Hausmeister in die Organisation des Treffens involviert und hat der Gruppe heimlich Zugang verschafft. Damit hat er schwerwiegend seine arbeitsvertraglichen Pflichten verletzt. Das Arbeitsverhältnis mit dem Mitarbeiter wurde mit sofortiger Wirkung aufgelöst. Nach aktuellem Kenntnisstand gibt es keinen Hinweis darauf, dass andere Mitarbeiter oder Lehrkräfte an dem Treffen teilgenommen oder dieses unterstützt hätten.</p><p>„Diese rechtswidrige Veranstaltung von Reichsbürgern ist ein gezielter Angriff auf unsere Schule, die Waldorfschulbewegung und unsere Werte,“ sagt Hans-Jürgen Metzner für den Vorstand der Schule. Deshalb legen Schulleitung und Vorstand besonderen Wert auf folgende Feststellung: „Der Gegensatz zwischen den abstrusen, verfassungsfeindlichen Verschwörungstheorien der Reichsbürger einerseits und den Zielen und Idealen der Waldorfschule andererseits könnten gar nicht größer sein!“, stellt Metzner klar.</p><p>Metzner verweist auf die „Stuttgarter Erklärung“ des Bundes der Freien Waldorfschulen. Diese 2007 von allen Waldorfschulen gemeinsam gefasste Erklärung besagt, dass Waldorfschulen alle Menschen als frei und gleich an Würde und Rechten ansehen – unabhängig von ethnischer Zugehörigkeit, nationaler oder sozialer Herkunft, Geschlecht, Sprache, Weltanschauung oder Religion.</p><p><br> <strong>Bund der Freien Waldorfschulen e.V. </strong><br> Die derzeit 254 deutschen Waldorfschulen haben sich zum Bund der Freien Waldorfschulen e.V. (BdFWS) mit Sitz in Stuttgart zusammengeschlossen, wo 1919 die erste Waldorfschule eröffnet wurde. In Deutschland besuchen 90.400 Schüler:innen eine Waldorfschule. Weitere Informationen: <a href="https://www.waldorfschule.de/" target="_blank" rel="noreferrer">waldorfschule.de</a></p><p><strong>Kontakt:</strong> Presse- und Öffentlichkeitsarbeit im Bund der Freien Waldorfschulen e.V. pr[at]waldorfschule.de</p>]]>
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                    <pubDate>Wed, 22 Dec 2021 00:00:16 +0100</pubDate>
                    <title>Waldorfschulen wehren sich: Fakten gegen Fake News</title>
                    <link>https://waldorf.lichtflut.eu/artikel/waldorfschulen-wehren-sich-fakten-gegen-fake-news</link>
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                        <![CDATA[<p><em>Hamburg, 22. Dezember 2021 (CF/NA): <strong>„Es reicht!“ Die Sprecherin des Bundes der Freien Waldorfschulen über die aktuelle Welle von Falschmeldungen über Waldorfschulen und Anthroposophie, über Waldorfschulen als vermeintliche Sündenböcke – und wie die Fakten wirklich aussehen.</strong></em></p><p>„Abenteuerlich und an den Haaren herbeigezogen!“ so kommentiert Nele Auschra vom Bund der Freien Waldorfschulen (BdFWS) die Nachrichten, die seit Monaten über Waldorfschulen und Anthroposophie durch die überregionalen Medien geistern. Im Interview klärt sie über falsche Tatsachenbehauptungen der Waldorf-Angreifer auf.</p><p><em>Frau Auschra, warum plötzlich diese Welle von Anti-Waldorf-Angriffen?</em></p><p>Auschra: Ich denke, das hängt mit der Diskussion um Corona und der Schwierigkeit der Gesellschaft im Umgang mit einer derart komplexen Pandemie zusammen. Der Idee der Anthroposophie wird fälschlicherweise das Etikett „Impfgegner“ umgehängt. Und dann hat man ganz schnell einen billigen Sündenbock für niedrige Impfraten.</p><p><em>Frage: Wie stehen denn Waldorfschule und Anthroposophie zum Impfen?</em></p><p>Auschra: Im Durchschnitt genauso wie die bundesdeutsche Bevölkerung. Die große Mehrheit der Lehrerkräfte in Waldorfschulen ist geimpft. So vermeldet eine Bremer Waldorfschule zum Beispiel eine Impfrate von 91 Prozent im Kollegium. In anderen Schulen wurde extra der Impfbus bestellt, sie wurden zu Impfzentren sogar für die Bevölkerung außerhalb der Schule. Wie auch in der Gesamtbevölkerung finden sich aber natürlich auch an unseren Schulen Menschen, die die Maßnahmen kritisch beurteilen.</p><p><em>Frage: Aber es gibt doch Stimmen, die sich gegen das Impfen aussprechen.</em></p><p>Auschra: Ja die gibt es – wie überall in der Gesellschaft. Dass diese Stimmen in einigen wenigen unserer insgesamt 254 Schulen lautstark sind, registrieren wir als BdFWS mit Befremden und Bedauern. Sie dominieren das Gesamtbild und machen die Vielfalt der Schulen und der Waldorfschul-Idee unsichtbar. Uns ist klar, dass wir hier eine Aufgabe haben.</p><p><em>Frage: Rudolf Steiner, Gründer der Anthroposophie, wird in den Angriffen gerne als Impfgegner bezeichnet.</em></p><p>Auschra: Das ist schlicht falsch. Aus seinen Vorträgen und Werken ist keine Festlegung auf eine Impfgegnerschaft herauszulesen, im Gegenteil, er lehnte Widerstand gegen das Impfen ab. Er pflegte und empfahl einen pragmatischen Umgang damit und hat sich selbst – und auch von ihm betreute Kinder – zum Beispiel gegen Pocken impfen lassen. Entscheidend ist doch: BdFWS hat sich schon lange wiederholt und nachdrücklich in mehreren Erklärungen für die Einhaltung der Pandemiemaßnahmen ausgesprochen und den Beitrag der Corona-Schutzimpfungen zur Eindämmung der Pandemie hervorgehoben. Wir haben gegen einen Blogger, der uns entgegen diesen Tatsachen in die Ecke der Impfgegner stellen wollte, gerade eine Abmahnung gerichtet und beabsichtigen eine gerichtliche Klärung.</p><p><em>Frage: Und wie steht es mit den Rassismus-Vorwürfen?</em></p><p>Auschra: Bereits in den 1990er Jahren hat eine Kommission unter Leitung des Menschenrechtsexperten Dr. Th. A. van Baarda das Gesamtwerk Rudolf Steiners auf diskriminierende Äußerungen durchsucht. Sie ist in den etwa 89.000 Seiten auf 16 Zitate gestoßen, in denen z.B. Stereotype verschriftlicht wurden, die inakzeptabel sind und der Grundhaltung der Anthroposophie zuwiderlaufen. Denn Steiners Vorschlag zur Antwort auf die soziale Frage war ein zutiefst humaner, nämlich die Überwindung aller Nationalismen und die Verwirklichung eines allgemein menschlichen Miteinanders. Mit den genannten 16 Zitaten und Passagen wird heute nun der Rassismus-Vorwurf gegen die gesamte Idee der Waldorfschulen begründet. Das ist erstens lächerlich und zudem eine falsche Darstellung. Denn schon in der sogenannten Stuttgarter Erklärung aus den Jahren 2007 und darauf folgend haben sich Waldorfschulen explizit von solchen Äußerungen Steiners distanziert. Sie dulden diskriminierende Tendenzen in ihren Einrichtungen nicht und wehren sich gegen rassistische und nationalistische Vereinnahmungen. In einem Fall einer solchen falschen Darstellung erwägen wir eine Klage – die Journalistin hatte wohl beim Recherchieren diese und zahlreiche andere Quellen einfach nicht berücksichtigt.</p><p><em>Frage: Auch die Rolle der Waldorfschulen in der NS-Zeit wird gerne herangezogen, um Waldorfschulen in eine rechte Ecke zu stellen...</em></p><p>Auschra: ...was aber nicht den Tatsachen entspricht. Denn während der Zeit des Nationalsozialismus wurden im Deutschen Reich Waldorfschulen unterdrückt und schließlich geschlossen – wenn die Schulen den Betrieb nicht schon selbst eingestellt hatten. 1935 wurde die Anthroposophische Gesellschaft verboten. Wer versucht, damals oder heute den Waldorfschulen Nähe zu rechtsextremen Tendenzen zu unterstellen, ignoriert die Fakten. Klar gab es, wie überall auch, einige wenige Kollaborateure mit dem Nazi-Regime. Diese Schuldgeschichte wurde und wird aktuell aufgearbeitet.</p><p><em>Frage: Warum werden Waldorfschule und Anthroposophie zurzeit so häufig in den Kontext der Impfgegner gestellt?</em></p><p>Auschra: Das müssen Sie diejenigen fragen, die das tun. Es sind übrigens immer wieder dieselben Handelnden, ein relativ kleiner Kreis – und Journalisten schreiben leider allzu oft solche falschen Darstellungen ab. Zu den Motiven kann ich nur mutmaßen. Wir wissen, dass es sich bei den Urhebern solcher Äußerungen zum Teil um Menschen handelt, die meinen, schlechte Erfahrungen mit einer anthroposophischen Einrichtung, etwa einer Klinik, gemacht zu haben. Und auch, wenn in einer Studie unter Waldorfschul-Absolventen Anfang des Jahres festgestellt wurde, dass neun von zehn Ehemaligen wieder eine Waldorfschule besuchen würden – es gibt selbstverständlich Menschen, die keine guten Erfahrungen in ihrer Schulzeit gemacht haben, was ihre heutige Einstellung dazu mitprägt. Häufig gehen Menschen aus solchen persönlichen Gründen ihrem Eiferertum gegen die Anthroposophie nach. Und da scheint dann kein Argument mehr absurd genug zu sein.</p><p><em>Frage: Welche Rolle spielt da eine Studie wie die vielzitierte von Nachtwey und Frei?</em></p><p>Auschra: Eine unheilvolle. Denn dies ist keine repräsentative Studie – wie auch die Autoren selbst betonen. Die Aussagen fußen auf gerade mal acht (!) Interviews. Unangemessen finde ich zudem, dass die herangezogene Hintergrundliteratur völlig einseitig ist – auch dies ein Fakt, den die Autoren selbst festhalten. Insgesamt eine absurde Basis für eine so genannte wissenschaftliche Untersuchung. Dennoch wurden die Aussagen dieser ersten Exploration in der Presse wie allgemeingültige Ergebnisse wiedergegeben – was journalistisch unredlich ist. Das muss man den Bürgern sagen!</p><p><em>Frage: Wie werden Sie weiter mit diesen Anschuldigungen umgehen?</em></p><p>Auschra: Deutlicher als bisher. Anfangs haben uns solche Angriffe irritiert, aber wir haben nicht reagiert. Damit ist jetzt Schluss. Es wird immer deutlicher, dass hier einige Leute eine Kampagne gegen die Waldorfschulen und gegen die Idee der Anthroposophie vom Zaun zu brechen versuchen. Da dies zunehmend mit Fake News und falschen Tatsachenbehauptungen geschieht, werden wir nicht zögern, solche Lügen zu entlarven.</p><p><em>Das Interview führte Matthias Niedermann</em><br>  </p><p><strong>Bund der Freien Waldorfschulen e.V. </strong><br> Die derzeit 254 deutschen Waldorfschulen haben sich zum Bund der Freien Waldorfschulen e.V. (BdFWS) mit Sitz in Stuttgart zusammengeschlossen, wo 1919 die erste Waldorfschule eröffnet wurde. In Deutschland besuchen 90.400 Schüler:innen eine Waldorfschule. Die föderative Vereinigung lässt die Autonomie der einzelnen Waldorfschule unangetastet, nimmt aber gemeinsame Aufgaben und Interessen wahr. Siehe auch <a href="https://www.waldorfschule.de/" target="_blank" rel="noreferrer">waldorfschule.de</a>.</p><p><strong>Kontakt:</strong> Presse- und Öffentlichkeitsarbeit im Bund der Freien Waldorfschulen e.V., pr[at]waldorfschule.de</p>]]>
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                    <pubDate>Mon, 22 Nov 2021 18:55:17 +0100</pubDate>
                    <title>Bund der Freien Waldorfschulen bestätigt seine Haltung zu Pandemiemaßnahmen und Schutzimpfung</title>
                    <link>https://waldorf.lichtflut.eu/artikel/bund-der-freien-waldorfschulen-bestaetigt-seine-haltung-zu-pandemiemassnahmen-und-schutzimpfung</link>
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                        <![CDATA[<p><em>Hamburg, 22. November 2021 (NA): <strong>Der Bund der Freien Waldorfschulen (BdFWS) spricht sich wiederholt und nachdrücklich für die Einhaltung der Pandemiemaßnahmen aus und erkennt den Beitrag der Corona-Schutzimpfungen zur Eindämmung der Pandemie an<a href="https://waldorf.lichtflut.eu/#_ftn1" name="_ftnref1"><sup><strong><sup>[1]</sup></strong></sup></a>. Alle Maßnahmen, die helfen, Schulen, Kindergärten und Universitäten offen zu halten, müssten jetzt mit oberster Priorität umgesetzt werden.</strong></em></p><p>„Wir erwarten von der Politik lösungsorientiertes Handeln. So lange hier keine klaren Signale gesendet werden, wird die Spaltung der Gesellschaft vorangetrieben, indem immer wieder Einzelgruppen für das Pandemiegeschehen verantwortlich gemacht werden,“ betont Nele Auschra, Vorstandsmitglied und Sprecherin des BdFWS.</p><p>Zudem macht der BdFWS darauf aufmerksam, dass sich Rudolf Steiner, Begründer der ersten Waldorfschule, zusammen mit Waldorf-Hortkindern gegen die Pocken hat impfen lassen. In seinem Werk gibt es keine Anhaltspunkte, auf die sich Impfgegner pauschal berufen könnten<a href="https://waldorf.lichtflut.eu/#_ftn2" name="_ftnref2"><sup><sup>[2]</sup></sup></a>.</p><p>„Wir grenzen uns heute erneut ab von Maßnahmeverweigerer:innen und Impfgegner:innen sowie jeglichen demokratie- und staatsfeindlichen Aussagen, von querdenkerischem und rechtsextremistischem Gedankengut,“ bekräftigt Auschra für den Vorstand des BdFWS. Er verwahrt sich, mit diesen Personen oder deren Gedankengut assoziiert zu werden. Er mahnt an, im Sinne der journalistischen Sorgfaltspflicht die folgenden Aspekte zu berücksichtigen:</p><ul> <li>Es gibt keine Anhaltspunkte dafür, dass die Impfquoten oder die verhältnismäßige Anzahl der positiv getesteten Schüler:innen oder der in Quarantäne befindlichen Schulklassen von anderen Schulen abweichen.</li> <li>Etwa 90.000 Schüler:innen besuchen eine Freie Waldorfschule, das sind rd. 1 % aller Schüler:innen in Deutschland, somit dürften auch die Anzahl der Lehrer:innen und Eltern im selben Verhältnis stehen zu der Gesamtzahl der Lehrer:innen und Eltern in Deutschland. Die Häufigkeit der Nennung in den Medien steht in keinerlei Verhältnis dazu.</li> <li>Impf- und Maßnahmeskepsis findet an Waldorfschulen ebenso wie auch in der Gesamtbevölkerung ihren Ausdruck. Es gibt hier wie dort keine Anhaltspunkte dafür, dass diese Personen deshalb auch Corona verleugnen, Verschwörungstheorien anhängen oder antiwissenschaftlich denken.</li> <li>Freie Waldorfschulen standen und stehen heute wie zur Gründung der ersten Schule im Jahr 1919 für die Werte Freiheit, Menschenrechte und Mitbestimmung, auch, als diese noch keine Verfassungsprinzipien in Deutschland waren.</li> <li>Es gibt keine Anhaltspunkte dafür, dass rechtspopulistische Strömungen an Waldorfschulen von der Schulbewegung geduldet werden. Im Gegenteil: Waldorfschulen pflegen seit vielen Jahren ein aktives Bewusstsein für die Fragen der Unterwanderung ihrer Schule durch rechte Gesinnungen, engagieren sich gegen Rechtsextremismus und Populismus und bieten umfassende Beratungstätigkeit an<sup><a href="https://waldorf.lichtflut.eu/#_ftn3" name="_ftnref3">[3]</a></sup>.</li> </ul><p>Zahlreiche inhaltliche Standpunkte und klärende Positionierungen des BdFWS stehen auf den entsprechenden Internetseiten zur Verfügung. Darüber hinaus ist das Team der Öffentlichkeitsarbeit des BdFWS jederzeit ansprechbar.</p><p><strong>Bund der Freien Waldorfschulen e.V. </strong><br> Die derzeit 254 deutschen Waldorfschulen haben sich zum Bund der Freien Waldorfschulen e.V. (BdFWS) mit Sitz in Stuttgart zusammengeschlossen, wo 1919 die erste Waldorfschule eröffnet wurde. In Deutschland besuchen 90.400 Schüler:innen eine Waldorfschule. Die föderative Vereinigung lässt die Autonomie der einzelnen Waldorfschule unangetastet, nimmt aber gemeinsame Aufgaben und Interessen wahr. Siehe auch <a href="https://www.waldorfschule.de/" target="_blank" rel="noreferrer">waldorfschule.de</a>.</p><p><strong>Kontakt:</strong> Presse- und Öffentlichkeitsarbeit im Bund der Freien Waldorfschulen e.V.<br> pr[at]waldorfschule.de</p><p> </p><hr><p class="MsoFootnoteText"><a href="#_ftnref1" name="_ftn1">[1]</a> <a href="http://www.zdf.de/nachrichten/panorama/corona-anthroposophie-steiner-100.html" target="_blank" rel="noreferrer">www.zdf.de/nachrichten/panorama/corona-anthroposophie-steiner-100.html</a></p><p class="MsoFootnoteText"><a href="https://waldorf.lichtflut.eu/#_ftnref2" name="_ftn2">[2]</a> <a href="https://www.nna-news.org/de/nachrichten/artikel/koennen-sich-impfgegner-auf-rudolf-steiner-und-die-anthroposophie-berufen" target="_blank" rel="noreferrer">https://www.nna-news.org/de/nachrichten/artikel/koennen-sich-impfgegner-auf-rudolf-steiner-und-die-anthroposophie-berufen</a></p><p class="MsoFootnoteText"><a href="https://waldorf.lichtflut.eu/#_ftnref3" name="_ftn3">[3]</a> <a href="http://www.waldorfschule.de/ueber-uns/schulen-gegen-politischen-extremismus" target="_blank" rel="noreferrer">www.waldorfschule.de/ueber-uns/schulen-gegen-politischen-extremismus</a></p>]]>
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                    <pubDate>Thu, 04 Nov 2021 09:44:52 +0100</pubDate>
                    <title>Waldorfpädagogik entspricht Forderungen der aktuellen OECD-Studie</title>
                    <link>https://waldorf.lichtflut.eu/artikel/waldorfpaedagogik-entspricht-forderungen-der-aktuellen-oecd-studie</link>
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                        <![CDATA[<p><em>Hamburg, 4. November 2021 (AL/NA): <strong>Kleine Kinder sind extrem kreativ, aber je älter sie werden, desto mehr nimmt die Kreativität im Laufe einer klassischen Schullaufbahn ab. Dies ist ein Ergebnis der aktuellen Studie „Beyond Academic Learning“ der Organisation für wirtschaftliche Zusammenarbeit und Entwicklung (OECD), vorgestellt von Bildungsdirektor Andreas Schleicher. Sprachen, Naturwissenschaften und Mathematik seien zwar wichtig, aber für die Entwicklung der Schüler:innen käme es im Übergang zum Erwachsenenleben eben auch auf andere Fähigkeiten an. Schleicher warb dafür, dass Schule mehr Kreativität und Selbstverantwortung fördern müsse. </strong></em></p><p>Auch Toleranz und Einfühlungsvermögen seien ausschlaggebend dafür, dass junge Menschen sich in unserer herausfordernden Welt emotional gesund einsetzen können. „Wir freuen uns, dass der Bildungsdirektor der OECD hier indirekt für unsere Pädagogik wirbt“, sagt Nele Auschra, Vorstand im Bund der Freien Waldorfschulen. „Waldorfpädagogik betont von jeher die Gleichrangigkeit aller Unterrichtsinhalte – die der kognitiven genauso wie der musisch-künstlerischen und Bewegungsfächer. An über 250 Waldorfschulen in Deutschland werden durch den Unterricht soziale Fähigkeiten erübt, die kreative Entwicklung gefördert und dennoch die Ziele staatlicher Abschlüsse wie beispielsweise Abitur und Mittlerer Reife erreicht“, so Auschra.</p><p>Wenn Arbeitgeber:innen Waldorfschulabsolvent:innen beurteilen, dann werden einige Eigenschaften stets besonders hervorgehoben. Sie seien kreativ, hätten eine hohe soziale Kompetenz und arbeiteten konzentriert und hielten durch, auch wenn es mal schwierig wird. „Sie entwickeln eigenständig Ideen, wie man Aufgaben lösen kann“, sagt zum Beispiel Michaela Kfir, Projektleiterin im Augsburger Grandhotel Cosmopolis, einer Kombination aus Flüchtlingsunterkunft, Hotel und Kulturort. Kfir betreut seit einigen Jahren Praktikant:innen, unter denen immer wieder auch Waldorfschüler:innen sind.<br>  </p><p><strong>Bund der Freien Waldorfschulen e.V. </strong><br> Die derzeit 254 deutschen Waldorfschulen haben sich zum Bund der Freien Waldorfschulen e.V. (BdFWS) mit Sitz in Stuttgart zusammengeschlossen, wo 1919 die erste Waldorfschule eröffnet wurde. In Deutschland besuchen 90.400 Schüler:innen eine Waldorfschule. Die föderative Vereinigung lässt die Autonomie der einzelnen Waldorfschule unangetastet, nimmt aber gemeinsame Aufgaben und Interessen wahr. Siehe auch <a href="https://www.waldorfschule.de/" target="_blank" rel="noreferrer">waldorfschule.de</a>.</p><p><strong>Kontakt:</strong> Presse- und Öffentlichkeitsarbeit im Bund der Freien Waldorfschulen e.V.<br> pr[at]waldorfschule.de</p>]]>
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